Spatenstich Stockacher Straße Radolfzell
Siedlungswerk beginnt Bau von 24 Wohnungen
- (v.l.:) Markus Hogenmüller (Leiter der Siedlungswerk-Geschäftsstellen Freiburg und Rottweil), Dietrich Gohn von der Firma Wolfer & Goebel, Architekt Fredi D‘Aloisio, Christoph Welz(stellvertretender Geschäftsführer der Siedlungswerk GmbH) OB Simon Gröger und Projektleiter Markus Kliche freuen sich über den Spatenstich des neuen Bauprojektes, der ein positives Zeichen setzt. Der Wohnungsbau ist auch in schwierigen Zeiten möglich.
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Radolfzell. „Heute legen wir den symbolischen Grundstein für etwas, das mehr ist als Beton. Wir legen den Grundstein für ein neues Zuhause, für Lebensqualität und für das Wohlbefinden“, sagte Markus Hogenmüller, Leiter der Siedlungswerk-Geschäftsstellen Freiburg und Rottweil, beim Spatenstich für die Wohnungen im Altbohl in Radolfzell. Am 10. Juli wurde damit der Bau auf dem ehemaligen Grundstück der Gärtnerei Schoch offiziell gestartet. Hier entstehen zwölf Eigentumswohnungen und zwölf geförderte Mietwohnungen, die in den kommenden zwei Jahren fertiggestellt werden sollen.
Auf rund 1.635 Quadratmetern Wohnfläche werden Wohnungen gebaut, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken – sei es für Singles, Paare oder ältere Menschen. „Wir wollen einen Lebensraum schaffen, der für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig vom Einkommen. Gerade in der heutigen Zeit darf bezahlbarer Wohnraum kein politisches Schlagwort sein, sondern muss eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe werden“, erläutert Markus Hogenmüller weiter.
Auf dem rund 2.100 Quadratmeter großen Grundstück entstehen zwei Wohngebäude mit insgesamt 24 Wohneinheiten – davon zwölf Eigentumswohnungen sowie zwölf geförderte Mietwohnungen. Letztere sollen etwa 33 Prozent unter dem ortsüblichen Mietniveau liegen. Geplant ist ein vielfältiger Wohnungsmix von Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 51 und 97 Quadratmetern. Alle Wohnungen verfügen über Balkone mit Süd-West-Ausrichtung. Die Gesamtinvestition beträgt rund 9,25 Millionen Euro.
Herausforderungen in bewegten Zeiten
Auch wenn der Spatenstich nun erfolgt ist, betonte Christoph Welz, stellvertretender Geschäftsführer der Siedlungswerk GmbH, dass es einige Hürden zu überwinden gab. „Bauen gehört zu den großen Abenteuern der Menschheit“, sagte er. Der Projektbeginn liegt bereits einige Jahre zurück: Schon 2016 wurde das Vorhaben beschlossen. In einem damals durchgeführten Architekturwettbewerb setzte sich das Büro D’Aloisio aus Konstanz durch.
Seitdem hat sich jedoch vieles verändert. Neben planerischen Prozessen wirkten sich auch externe Faktoren massiv auf das Baugeschehen aus: die Corona-Pandemie, der Krieg Russlands gegen die Ukraine, Lieferkettenprobleme, Inflation und Energiekrise. „Als wir 2016 gestartet sind, war die Welt des Bauens noch in Ordnung“, so Welz. „Die Nachfrage war hoch, die Finanzierungsmöglichkeiten gut. Heute sieht das anders aus.“ Trotzdem soll das Projekt nun mit neuem Schwung vorangehen. „Der heutige Spatenstich soll ein positives Zeichen setzen – dafür, dass Wohnungsbau auch in schwierigen Zeiten möglich ist“, sagte Christoph Welz abschließend.
Ein wichtiger Impuls für Radolfzell
Oberbürgermeister Simon Gröger betonte in seiner Rede die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Sowohl das EDEKA-Areal mit seiner Nahversorgung als auch das Baugebiet des Siedlungswerks sind für unsere Stadtentwicklung wichtig.“ In den Gesprächen mit dem Siedlungswerk sei es der Stadt ein großes Anliegen gewesen, den sozialen Mietwohnungsbau mitzudenken. Die Preisbindung für den sozialen Wohnraum beträgt 25 Jahre. Bei 30 Prozent der zwölf geförderten Wohnungen erhält die Stadt ein Belegungsrecht über den gesamten Zeitraum.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Bauprojekt Maßstäbe: Es wird auf fossile Brennstoffe verzichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wärmepumpe, kombiniert mit einer Photovoltaikanlage. Zusätzlich ist ein Carsharing-Angebot vorgesehen, das von der Stadt umgesetzt wird. Insgesamt entstehen 24 Stellplätze. Die geplante Bauzeit beträgt zwei Jahre. Die Wohnungen sollen voraussichtlich im Sommer 2027 bezugsfertig sein.
Autor:Juleda Kadrija aus Singen |