Fraktionen von CDU, FGL und SPD präsentieren ihren Kandidaten für den 17. Oktober
Simon Gröger will neuer OB in Radolfzell werden

Simon Groeger
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  • Foto: Simon Gröger nach der Bekanntgabe seiner Kandidatur vor dem Radolfzeller Milchwerk. swb-Bild: of
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Radolfzell. Der Termin am bisher heißesten Tag des Jahres war früh gesetzt, und heiße Zeiten stehen nun der Stadt Radolfzell bevor. In einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der CDU, der Freien Grünen Liste wie der SPD wurde am Donnerstagabend im Tagungszentrum Milchwerk Simon Gröger (36) als "ihr" OB-Kandidat vorgestellt. Gröger ist derzeit Wirtschaftsförderer in der Stadt Tuttlingen, parteilos, Vater von zwei Kindern mit seiner Frau Anita und steigt auch gleich in den Wahlkampf ein. Parallel zur Medienkonferenz für die Wahl, die am 17. Oktober, also in vier Monaten stattfinden soll, wurde schon seine Wahlkampf-Homepage freigeschaltet, in der er erste Inhalte vorstellte, mit denen es ihm für "frischen Wind" in der Stadt geht.

Eine neunköpfige Findungskommission hatte sich seit Anfang des Jahres auf die finale Kandidatensuche begeben, wurde im Rahmen der Medienkonferenz der drei Fraktionen im Radolfzeller Milchwerk verraten. Man habe auch mit weiteren Aspiranten, darunter seien auch Frauen gewesen, Gespräche geführt, wurde auf Nachfrage gesagt. "Wir wollten einen Kandidaten finden der zu uns allen passt und den haben wir hier mit seiner Professionalität und seiner Werthaltung gefunden", betonte Siegfried Lehmann (FGL). "Er passt ja nicht nur zu uns sondern auch zur Stadtgesellschaft und kann einige Defizite ausgleichen und ist damit ein gutes Angebot für Radolfzell", sagte Norbert Lumbe. "Es war ein spannender Findungsprozess. Er hat uns alle überzeugt in den letzten Monaten", so Bernhard Diehl (CDU). Die Veranstaltung wurde von Anne Messmer (SPD) moderiert. Man habe sich als Partner auf Augenhöhe gesehen, denn den drei Fraktionen sei es darum gegangen, für frischen Wind in der Politik der Stadt zu sorgen. Und den gemeinsamen Kandidaten habe man mit Simon Gröger gefunden.

Simon Gröger stammt aus dem Kreis Ludwigsburg. Nach seinem Abitur in Marbach ging er zunächst ein Jahr in die Tagespflege des Arbeiter-Samariter-Bundes in Ludwigsburg, studierte dann an der UNI Hohenheim Wirtschaftswissenschaften mit dem Abschluss Bachelor of Sience und war im Anschluss von 2009 bis 2016 Projektleiter im Bereich Städtebau für die "Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH" in Ludwigsburg. Über sein aktuelles Amt als Wirtschaftsförderer sei er derzeit auch Projektleiter für das aktuell größte Projekt der Donaustadt mit der Bahnhofsentwicklung Tuttlingen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt erstrecke sich zudem auch auf die Bereiche Stadtmarketing, Citymanagement und Tourismus. Der Tuttlinger OB sei über seine Pläne informiert, er werde für den Wahlkampf aber nicht freigestellt, und werde seine ganze Freizeit wie Urlaub in den Wahlkampf investieren denn der brenne für die Ziele, die er sich inzwischen für die Stadt gesetzt habe und über die er mit den Radolfzellern sprechen möchte. "Zuhören gehört da genauso dazu", machte er in seiner Vorstellung deutlich. Durch die Gremienarbeit in beiden bisherigen Tätigkeiten kenne er politische Prozesse. Ehrenamtlich ist der seit einem Jahr Vorstandsprecher des TV Wurmlingen, wo er aktuell wohnt.

Sein Wahlprogramm hat der mit den Stichworten Vertrauen und Verlässlichkeit, wertschätzendes Miteinander wie Ehrlichkeit und Loyalität überschrieben. Klimapolitik stellt er vornean und will hier auch Wege mit den BürgerInnen finden. Den Wirtschaftsstandort will er gezielt und innovativ fördern, die Zukunft des Gesundheitsbereichs mit Hegau-Bodensee-Klinikum und Mettnau-Kurz sichern und weiter entwickeln, die Bildung einer Wohnbaugesellschaft angehen, die Stärkung der Ortsteile mit deren Vertretern angehen, ein durchdachtes, attraktives und qualifiziertes Bildungs- und Betreuungsangebot mit Chancengleichheit aufbauen, verbesserte Prozesse in der Verwaltung umsetzen und moderieren. Das sind einige Punkte seines bisherigen Wahlprogramms, das nun mit dem Wahlkampf - auch durch das Zuhören - fortgeschrieben werden werden soll, kündigte er an.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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