Wochenschau vom 1. Dezember 2021

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In Corona-Zeiten gehören sie schon zum gewohnten Bild: die Masken zum Mund-Nasen-Schutz, die eigentlich sein sollen. Doch immer öfters werden die hellblauen, weißen und schwarzen Teile achtlos weggeworfen. Darüber ärgert sich eine Wochenblatt-Leserin aus Gottmadingen, die auf ihrem Weg zum Bahnhof zahlreiche Masken auf dem Gehweg liegen sah. »Das gehört sich doch nicht. Das ist nicht nur eklig, sondern in Zeiten von Corona auch gefährlich«, klagt sie und appelliert an ihre Mitmenschen, doch mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen und sich und andere zu schützen. Also: gebrauchte Masken im Müll entsorgen und nicht auf Gehwege und in Gärten werfen.

Der Münsterplatz bleibt dieses Jahr leer in Sachen Christkindlesmarkt und auch die Alternative, der »Advent am Konzertsegel« musste wegen der Verschärfung der Corona-Auflagen abgesagt werden. »Angeleuchtet« wurde der Riesen- Weihnachtsbaum auf dem Münsterplatz trotzdem, was am Freitag und Samstag noch mit einer kleinen Lasershow des Teams KJ-Entertainment aus Radolfzell mit lustigen kleinen Figuren auf der Fassade des Österreichischen Schlösschens unterstützt wurde. Viele Passanten kamen vorbei, um sich das Schauspiel anzuschauen, auf Abstand natürlich. Aber ein Erlebnis ist es schon, die schönen Lichter in der Radolfzeller Altstadt zu erleben.

Singen ist nicht nur an Jahren eine junge Stadt, sondern auch mit ihrem Durchschnittsalter. Wie bei der Vorstellung der Konzeption des städtischen Seniorenbüros vermittelt wurde, liegt Singen mit rund 22 Prozent Mitbewohnern über 66 Jahren um einiges unter dem Landesdurchschnitt von 33,6. Ende letzten Jahres waren es 10.430 Menschen in der Ü65-Kategorie, wenn nun die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, werden sich diese Zahlen bald steigern. Bereits im Steigen begriffen ist die Zahl der Generation Ü85, die bis 2025 um 17,2 Prozent wächst. Das Singener Seniorenbüro will seine Arbeit wegen der erwarteten Entwicklung neu ausrichten, weil SeniorIn auch nicht gleich Senior-In ist. Altersforscher teilen den dritten Lebensabschnitt in mindestens drei Teile auf, wobei man im ersten noch recht aktiv und für andere SeniorInnen im Einsatz sein kann, so die Altersforscherin Prof. Cornelia Kricheldorff, die die Studien den Mitgliedern des Ausschusses für Familien, Soziales und Ordnung vorstellte. Interessant ist, dass es auf der Singener Karte in vier Gebieten regelrechte Altersinseln mit einem Anteil von über 33 Prozent Ü65-Bewohnern gibt. Alles sind Wohngebiete, in denen man wohnen geblieben ist.

Ein besonderes Weihnachten wird es für die Senioren in Altenahr in diesem Jahr geben. Denn die Steißlinger haben sich ganz schön ins Zeug gelegt, um den von den Fluten im Juli so schwer getroffenen Menschen ein Zeichen des Mitfühlens zu geben. Die Organisatoren der Aktion »Steißlingen hilft Altenahr« haben es geschafft, sage und schreibe 500 Päckchen vorzubereiten, und in jedem von ihnen wird unter anderem ein Paar selbst gestrickter Socken von der Frauengemeinschaft sein. Am kommenden Samstag, 4. Dezember, ist ab 9 Uhr großer Packtag in der Seeblickhalle. HelferInnen werden für die Aktion noch gesucht, die Geschenke werden persönlich ins noch immer von der Flut gezeichnete Ahrtal gebracht.

Ein 32-jähriger Lenker eines Pkw Hyundai befuhr am Samstagabend, gegen 23.20 Uhr, in alkoholisiertem Zustand vom Hohentwiel kommend die dortigen Feldwege in Richtung Hilzingen. Im Bereich des Rennweges (Höhe Hohentwieltunnel) kam er nach rechts vom Feldweg ab und kam in der angrenzenden abschüssigen Wiese zum Stehen. Anwesende Freunde versuchten den verunfallten Pkw-Lenker aus seinem Fahrzeug zu bergen, als das nicht gesicherte Fahrzeug sich selbstständig machte und den Pkw-Lenker mitschleifte. Dieser geriet unter das rollende Fahrzeug und erlitt hierbei schwere Verletzungen, berichtete die Polizei. Der vom nahen Singener Klinikum eintreffende Notarzt konnte nur noch den Tod des Pkw-Lenkers feststellen. Neben dem Notarzt waren acht Fahrzeuge der Feuerwehren Singen und Gottmadingen sowie ein Rettungswagen und Notfallseelsorger im Einsatz.

Autor:

Ute Mucha aus Moos

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