Hallo und guten Tag
Anstand, Moral, Ethik und gute Sitten

Der Präsident hat seine vierbeinigen Untertanen zu einem Treffen bei Bruno Bernhardiner eingeladen. Fritz Dackel wünschte, dass Bruno einen Vortrag über Anstand, Moral, Ethik und Sittlichkeit hält. Was sollte das und was wollte unser junger Chef damit bezwecken? Ich machte eine Stippvisite beim Professor. Der Dicke war nicht gerade begeistert von dem neuen Auftrag. »Bunter Hund«, brummte er, »das ist ein schwieriges Thema und der Vortrag kostet mich viel Zeit und Arbeit. Mich würde nur interessieren wie Fritz auf dieses Thema gekommen ist. Doch eins muss ich ihm lassen: Er ist zwar jung an Jahren, aber er nimmt seine Aufgabe als unser Präsident sehr ernst. Er bean-sprucht keinerlei Sonderknochen und Extrawürste. Deshalb mache ich mich jetzt an die Arbeit. Du kannst mir helfen die dicken Lexika zu holen«. Das hatte ich jetzt von meiner Stippvisite; anstatt mit Struppi auf Tour zu gehen, war Bücher schleppen angesagt! »Nach Wahrig’s Deutschem Wörterbuch bedeutet Anstand der guten Sitte entsprechendes Benehmen«, dozierte Bruno. »Doch ich will noch in den alten Wälzern nachlesen, dort fallen die Erklärungen immer ausführlicher aus. Bring‘ mir doch bitte Band 1 von Meyers Konversationslexikon. Mal sehen, was dort zu dem Thema steht«. Also schleppt meine Wenigkeit den Band 1 mit knapp 1100 Seiten zum Professor. »Anstand«, las Bruno laut vor, »bedeutet die Wahrung solcher Formen des äußeren Verhaltens, welche der Würde und sittlichen Persönlichkeit im Menschen entsprechen. Die Verletzung dieser Würde … macht die Unanständigkeit aus. Der Anstand bezieht sich auf die Form der Handlungen, die Sittlichkeit auf die Gesinnung…, usw.« Noch zwei Mal 1100 Seiten zwischen die Pfoten, jetzt war der Dicke zufrieden. »Moral kommt vom lateinisches mores »die Sitten« so steht in Band 12 und Band 16 gibt weitere Auskunft. »Die prakti-schen Beispiele für meinen Vortrag nehme ich von den Zweibeinern«, erklärte Bruno weiter. »Als erstes stellt sich die Frage nach dem Anstand. War die Rede von Ex-Bundespräsident Wulff anlässlich seines Rücktritts von Anstand getragen? Weshalb hat Herr Wulff es dann vermieden den Rücktritt aus persönlichen Gründen zu erklären und warum fordert er alle Rechte wie Ehrensold, Büro, Personal und Dienstwagen ein? Versteht er das unter »Wahrung der Formen welche der Würde und sittlichen Persönlichkeit entspricht? Die Verletzung dieser Würde macht die Unanständigkeit aus. Ob Herr Wulff sich dessen bewusst ist? Kennt er das Wort Schamgefühl«? Die Fragen von Bruno sind deutlich genug.

In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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