Hallo und guten Tag
Bald wissen wir, welche Stunde es schlägt

Am letzten Wochenende haben die Zweibeiner wieder an der Uhr gedreht; Sommerzeit ist angesagt, also wurden die Zeitmesser um eine Stunde vorgestellt. Seit 34 Jahren alljährlich das gleiche Spiel, obwohl das Ganze – wie zwischenzeitlich bekannt – nichts bringt. Doch EU-Kommissar Günther Oettinger und seine Kollegen schert das keinen Deut. Sie wollen – wie Herr Oettinger erst vor kurzem erklärte – an der Sommerzeit (oder sollte man besser sagen an dem Schwachsinn) festhalten. Weshalb wird die Sommerzeit nicht einfach wieder
 abgeschafft, wenn sie nichts bringt? Müssten die Herrschaften dann zugeben, dass die erhoffte Energieeinsparung eine Fehleinschätzung war? Müsste man zugeben, dass man einen Fehler gemacht hat? Aus meiner unmaßgeblichen Sicht auf vier Pfoten wäre ein solches Eingeständnis der Beweis für den vorhandenen Verstand. Schließlich lernt man doch aus Fehlern oder gilt das für Politiker nicht? Bei so viel Ignoranz von Herrn Oettinger und Kollegen bleibe ich – als Vierbeiner ohne Verstand – einfach fassungslos und mit massiven Zweifeln an der Intelligenz der Zweibeiner zurück.
Fassungslos und mit großer Sorge beobachte ich auch das Treiben und die Vorschläge von Politikern in Zusammenhang mit den Veränderungen in der Ukraine und auf der Krim. Die Europäische Union sagte das Treffen mit dem russischen Präsidenten im Juni ab. Was in der Ukraine und besonders auf der Krim passiert fand Frau Merkel inakzeptabel. Der amerikanische Präsident war auf Europareise und beschwor mit Blick auf die Krim die Einheit Amerikas und Europas. In diesem Zusammenhang wünschte er sich mehr Unabhängigkeit von Russland in Punkto Energieversorgung und warb für die Förderung von Schiefergas. Ja und was tun die Verantwortlichen im alten Europa und besonders in der Bundesrepublik? »Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben«, ließ die Bundeskanzlerin nach einem Gespräch mit Stephen Harper verlauten. Der kanadische Präsident bot die Versorgung Europas mit Öl und Gas an. Warum will Herr Harper nun plötzlich Europa mit kanadischem Öl beglücken? Bisher wurden doch vorzugsweise die USA beliefert. Der Verkauf dort läuft aber nicht mehr wie gewohnt. Deshalb sucht man neue Märkte. Die Amerikaner ihrerseits warben für Fracking in Europa. Prompt machte sich EU- Kommissar Oettinger für die Förderung des Fracking in Deutschland stark.  Ich habe nur zwei Fragen: Wissen die Politiker welchen Preis die Ureinwohner Kanadas wegen der Ölsandindustrie bezahlen?
Liefert die Krim-Krise die willkommene Begründung zur Durchsetzung gefährlicher Fördermethoden gegen den Willen der Bevölkerung?

In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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