Hallo und guten Tag
Die Währungsreform machte auch Rentner arm

Weshalb gebrauchen die Zweibeiner Redewendungen wie »Durch Schaden wird man klug« oder »Aus Fehlern lernt man?« Hilfe suchend ging ich mit dieser Frage zum Professor. »Die Zweibeiner lernen weder aus Fehlern noch werden sie durch Schaden klug«, erklärte mir Bruno Bernhardiner. »Dein Chef zum Beispiel hat sich vor einigen Wochen eine schmerzhafte Zerrung zugezogen, weil er auf der Treppe ausgerutscht ist. Wie so oft war er ohne Hausschuhe unterwegs …. Immer wieder hat er sich geschworen in Zukunft nicht mehr nur auf den Socken durch das Haus zu gehen.
Gestern habe ich den Krankenwagen bei euch gesehen und kann mir schon denken was da abging«, erklärte der Dicke ungerührt. Stimmt ja, liebe WOCHENBLATT- Leserinnen und -Leser, gestern hat es meinen Leithund voll erwischt – auf Socken natürlich. Die nächsten Wochen werde ich mit meiner Leibköchin auf Tour gehen, mein Alpharüde hat das Bein im Gips.
»Dein Chef wurde durch den Schaden vor ein paar Wochen nicht klug und hat aus seinem Fehler nichts gelernt«, meinte Bruno. »Er hat aus seinem Fehlverhalten keine Konsequenzen gezogen und muss nun erneut den Schaden ertragen. Das dauert jetzt halt eine Weile; doch, das wird schon wieder«, tröstete mich der Professor. Die Unbelehrbarkeit oder Beratungsresistenz anderer Zweibeiner mache ihm im Zusammenhang mit diesen beiden Redewendungen deutlich mehr Sorgen, so das Resümee unserer Intelligenzbestie. »Nimm doch mal diese Sommerzeit. Es ist erwiesen, dass sie ihren Zweck nicht erreicht hat. Dennoch wird die falsche Entscheidung durch die Politiker nicht zurückgenommen. Deine Frage letzte Woche bezüglich der Zahlung des staatlichen Zuschusses direkt in die gesetzliche Rentenversicherung war absolut richtig. Offensichtlich haben Schröder, Merkel und Co im Unterricht nicht zugehört als es um die Währungsreform 1948 ging. Na ja, vielleicht waren die Damen und Herren Berufspolitiker zu der Zeit auch alle krank«, meinte Bruno bissig. »Fakt ist und bleibt, dass einzig die gesetzliche Rentenversicherung im Wert von 1 zu 1 erhalten blieb und nicht 1 zu 10 abgewertet wurde. Wie viele, die sich privat versichert hatten, standen vor den Scherben der privaten Vorsorge? Wie viele mussten deshalb im Alter arm durch? Noch nie davon gehört? Alles schon vergessen oder was?«. Der Dicke hat ein sehr gutes Gedächtnis. Müssten die privaten Rentenverträge nicht in die gesetzliche Rentenversicherung überführt werden? Oder sind da die Lobbyisten in Gestalt von mächtigen Versicherungsunternehmen im Weg?

Ich frage ja nur. In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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