Hallo und guten Tag
Dutzfreunde schon vor dem ersten Umtrunk

Bruno Bernhardiner war sauer, sehr sauer sogar. Nach einem vertraulichen Gespräch mit dem Professor lud unser Präsident alle Mitglieder der Hunderepublik zu einer Versammlung ein. Unseren Schaffhauser Kollegen benannte Fritz Dackel als Berichterstatter. »Was ist denn da passiert? So förmlich geht es bei uns doch sonst nicht zu«, wunderte sich Pudeldame Lady. Dann kam Max, der Berner Sennenhund und erzählte seine Geschichte. Mit seinem Chef war er im schönen Stein am Rhein zu Besuch und zwar bei seinem Vater und dessen Familie. Gemeinsam mit Knut erkundete er das Städtchen. Vor dem Rathaus trafen die Beiden meinen Kumpel Struppi. Max stellte seinen Vater kurz vor. Daraufhin bot Struppi kurzerhand das Du an; schließlich sei er mit Max auch per Du. »Er ist nach meiner Meinung mit der Tür ins Haus gefallen«, beendete Max seinen Bericht. »So etwas macht man nicht beim ersten Zusammentreffen; das ist kein gutes Benehmen.
Das hat nichts mit gutem Stil zu tun«, so die Rüge von Fritz Dackel. Jetzt war Struppi sauer. »Was heißt hier kein gutes Benehmen, kein Anstand und kein Stil? Die Zweibeiner machen das so und die haben doch Verstand oder nicht? Ich habe das bei einem Prominenten aus dem Landkreis Konstanz abgeschaut. Bei der Amtseinführung von Bernd Häusler hat der Oberbürgermeister von Konstanz vom Rednerpult aus das Du angeboten. Dieser Mann wird ja wohl wissen was guter Stil ist«, erklärte mein Freund. Da kamen mir, liebe WOCHENBLATT-Leserinnen und -Leser doch große Zweifel am guten Stil von gewissen Zweibeinern.
Ich denke da zum Beispiel an das Verhalten von Abgeordneten im US-Haushaltsstreit. Den Tea-Party-Anhängern in den USA ist es völlig egal, dass schon jetzt 800.000 Bundesbedienstete nach Hause geschickt wurden und kein Gehalt mehr bekommen. Museen und Parks wurden geschlossen. Einzig die Freiheitsstatue, das berühmte Wahrzeichen von New York macht da eine Ausnahme.
Sie kann wieder besucht werden, weil die Stadt New York die Gehälter für die Mitarbeiter des Nationalparks auf Liberty Island übernimmt. Stimmen meine Informationen, dann riskieren diese Zweibeiner einen Staatsbankrott der USA um die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama zu verhindern. Ganz nebenbei riskieren die Tea-Party- Anhänger auch eine weltweite Krise. Doch das scheint diesen Herrschaften egal zu sein. Aus meiner unmaßgeblichen Sicht auf vier Pfoten hat dieses Verhalten auch nichts mehr mit gutem Stil zu tun. Das nenne ich verantwortungslos.

 

In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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