Liebe Leserinnen und Leser,

so, wir fangen mal an zu sortieren, irgendwo zwischen den ganzen Stornierungen von Beilagen und Anzeigen des Handels, und der mittlerweile schon fast wehmütigen Erinnerung daran, dass es in der Region mal so etwas wie Kultur gab und Veranstaltungen, die wir Ihnen seit 50 Jahren präsentieren und die ebenfalls hin und wieder auch mit bezahlter Werbung dafür sorgen, dass wir Ihnen jede Woche kostenlosen kritischen und hoffentlich auch kritikfähigen Journalismus nach Hause liefern können.

Die jetzt seit Montag mit dem neuerlichen Lockdown stornierten Anzeigen und Beilagen sollten eigentlich unsere nächsten Wochen bei Ihnen in den Haushalten finanzieren und unseren Kunden Werbeerfolge vor und nach Weihnachten bescheren.

Diese Werbeerfolge sind ein Teil des Mehrwertes, den wir seit Jahren konsequent weiterentwickeln (www.wochenblatt.net/werbewirkung).

Vorab: Wir werden die nächsten Wochen aller Voraussicht nach dennoch jede Woche
bei Ihnen im Briefkasten sein, unsere 250 Zustellerinnen und Zusteller werden dennoch zustellen, unsere Redaktion wird dennoch die beste Zeitung machen, die wir momentan machen können, und unsere Mediaberater sind mit viel Energie gerade dabei, die Online-einkaufsmöglichkeiten des Handels der Region ganz vorne und oben zu platzieren (www.wochenblatt.net/shops). Wenn es um Ihre Weihnachtseinkäufe geht, schauen Sie doch erst einmal, ob es das, was Sie suchen, hier in der Region gibt im Online-Handel: einfach auf www.wochenblatt.net gehen, die Shops sind ganz oben. Und was wir mit unserer Werbewirkung bewegen können, sehen wir derzeit am Singener Geschenkscheck, der nur über uns beworben wird. Alleine am Montag wurden 150 Stück davon verkauft.

Ebenfalls in dieser Ausgabe wird es um die Pflegesituation in der Pandemie gehen und wir haben beschlossen, dass wir so gut wie möglich über Hilfsmöglichkeiten bei psychischen Belastungen informieren wollen. Im Grunde merken wir alle, wie belastend diese Krise für Seele und Geist sein kann, und da ist »sich helfen lassen« genauso angesagt wie bei einem Beinbruch oder einer Mandelentzündung.

Wir werden versuchen in den nächsten Wochen, solange wir das irgendwie finanziell durchhalten, so viel Nutzen wie möglich in der Region zu stiften und Ihnen über die Feiertage auch Lesespaß zu bieten, Lesestoff mit viel lokalem und regionalem Bezug und Lesestoff mit Blick über die Region hinaus, weil diese Region eben nicht autark ist, sondern ihre Rahmenbedingungen in Stuttgart, Berlin und Brüssel beschlossen werden.

Zum Sortieren indes gehört auch zu akzeptieren, dass dieser Lockdown jetzt das letzte Mittel war, uns alle davor zu schützen, dass in den Krankenhäusern den Coronakranken nicht mehr geholfen werden kann, weil es zu viele sind. Und zum Sortieren gehört für uns nach wie vor zu hoffen, dass aus dem Reagieren auf die Krisenlage irgendwann eine Strategie wird, die aus mehr als abwechselndem Öffnen und Schließen von Unternehmen, Kultureinrichtungen, Kindergärten und Schulen und anderen Regeln besteht: intelligent eingesetzten Tests zum Beispiel und einer App, bei der nicht gilt: Datenschutz vor Gesundheit.

Zum Sortieren gehört heute auch, dass wir Danke sagen: an Kunden, Unternehmen und Einrichtungen, die unsere bezahlte Dienstleistung und damit unsere Reichweite nutzen und verstehen, dass es diese Reichweite nicht geschenkt geben kann. Und an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das gesamte Zustellteam, die die Berg- und Talfahrt in diesen Zeiten so mutig und entschlossen mitmachen.

Bleiben Sie bitte gesund und passen Sie auf sich auf,

Carmen Frese-Kroll, Verlegerin
Anatol Hennig, Herausgeber
Oliver Fiedler, Chefredakteur

Autor:

Redaktion aus Singen

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