Volker Wirth von Sparkasse Singen-Radolfzell verabschiedet
Ein Umbruch für die Bankenlandschaft im Land

  • Foto: Der Präsident des Sparkassenverbands, Peter Schneider, würdigte zum Abschied aus Singen Volker Wirth mit der Sparkassen-Medaille in Gold, seine Partnerin Karin Hansler bekam die passende Brosche dazu. swb-Bild: of
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Singen (of). Das ist nicht nur für die Sparkasse Singen-Radolfzell ein gewaltiger Umbruch, sondern für die ganzen Bankenlandschaft in Baden-Württemberg, deutete der Präsident des Sparkassenverbands im Land, Peter Schneider, die Bedeutung des Festakts am Montag Abend in Singen an. Denn Volker Wirth, bis zum Mittwoch noch Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Singen-Radolfzell, wird zum 1. August sein Büro in der Vorstandsetage der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) beziehen. Damit verlässt er nicht nur das regionale Geldinstitut, sondern auch sein Posten als Obmann der Sparkassen im Verband wird damit vakant. Und zusätzlich war am Montag auch die letzte Verwaltungsratssitzung für den bisherigen Vorsitzenden, Singener OB Oliver Ehret, wie auch für seinen Stellvertreter, den scheidenden Radolfzeller OB Dr. Jörg Schmidt. Wirth wurde von Peter Schneider mit der Sparkassenmedaille in Gold ausgezeichnet, seine Partnerin Karin Hansler erhielt dazu die passende Brosche. „Das ist ein badische Erfindung“ witzelte Schneider denn in Württemberg würde man sich sicher so etwas sparen.

Große Würdigungen gab es für den Kapitän des regionalen Marktführers. Wirth habe nicht nur die Bank zwischen Hegau und Untersee in den elf Jahren seiner Amtszeit zu neuen Höhen geführt und in Sachen Eigenkapital extrem fit für die Herausforderungen der Zunkunft gemacht, trotz vier Jahren Finanzkrise. Er habe auch dem Verband durch seine Kraft, Entscheidungen herbei zu führen, nach vorne gebracht, würdigte Schneider die Verdienste von Wirth. „Er hat die Sparkasse und auch den Verband auch mit seiner menschlichen Seite geprägt.“

Sein Vorstandskollege und Nachfolger zum 1. August, Udo Klopfer, erinnerte an die Zeit als Volker Wirth vor 11 Jahren nach Singen kam, und schon 11 Monate später die Nachfolge von Heinz Troppmann übernahm, der noch die Fusion zwischen Singen und Radolfzell lenkte. Er habe die Sonne geliebt, ein Sonnenkönig sei er beileibe nicht gewesen. Sein Führungsstil, den Mitarbeitern und insbesondere dem Führungskreis mehr Kompetenzen und damit auch mehr Verantwortung zu übertragen, sei zum Erfolgsmodell für die Sparkasse geworden. Man habe als gutes Team im Vorstand wirken können. Die Bank habe sich durch das Wirken von Volker Wirth auch in globalen Krisenzeiten viel neues Vertrauen erwerben können.

Der scheidende Verwaltungsratsvorsitzende Oliver Ehret skizzierte die Stationen im beruflichen Leben von Volker Wirth, der einfach alle 10 Jahre eine Veränderung benötige. Schon im letzten Jahr hatte er einen Anlauf in Richtung Pforzheim genommen. Ehret würdigte auch das gesellschaftliche Engagement, das man mit der Gründung der Sparkassen-Stiftung im Jahr 2006 gemeinsam startete. Inzwischen stehe dahinter ein Stiftungsvermögen von 2,6 Millionen Euro. Wirth habe sich auch für den Förderverein des Hegau Jugendwerk Gailingen im Vorstand eingesetzt, für das Kreis DRK war er genauso Kassier wie für das Singener Stadtmarketing „Singen aktiv“. Stephan Meyer vom Vorstandsteam bedachte Volkert Wirth nach seiner sinnigen Laudatio mit dem Modell des Kunstwerks „Una Vita“ von Harald F. Müller, dessen Original in der Sparkasse zu finden ist. Als Clou dazu gab es den Schriftzug „Singen“, ebenfalls von Harald F. Müller, zum Aufklappen in dem Bild. Das für Momente des Heimwehs. Hartmut Hoch vom Personalrat hatte nicht nur einen Kuchen mit Widmung selbst gebacken, sondern auch noch eine Poppele-Fahne im Gepäck. Denn obwohl Wirth für einen ganz besonderen Humor bekannt war, mochte er sich mit der schwäbisch-alemannischen Fastnacht nie so recht anfreunden. Jetzt in Stuttgart werde ihm das vielleicht bald fehlen, scherzte Hoch.

Volker Wirth selbst war sichtlich gerührt über den Lob, der da in eineinhalb Stunden über ihn erging. „So viel Lob kann man kaum ertragen“, sagte er. Er habe dem Verwaltungsrat zu danken, dass er die Politik des Vorstands stets mitgetragen habe, in freundschaftlicher Zusammenarbeit. „Mit hat hier toll gefallen“, so Wirth abschließend. Jetzt wartet eine neue Herausforderung auf ihn. Bei der Feier anwesend war bereits der neue dritte Vorstandskollege Alexander Ehrlich mit seiner Frau, der herzlich begrüßt wurde. Er beginnt sein Amt im Oktober.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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