Spitzenabteilung in Singen ist zum Jahreswechsel gestartet
Eine Urologie für den Landkreis

  • Foto: PD Dr. Helge Seifert und PD Dr. Niko Zantl vor dem Da-Vinci-Operationsroboter, der das neue urologische Zentrum in Singen krönt. swb-Bild: of
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen (of). Schon im Jahr 2010 startete die Initiative der Chefärzte PD Dr. Helge Seifert aus Singen und PD. Dr. Niko Zantl aus Konstanz, zu einer gemeinsamen urologischen Klinik. Jetzt zum Jahreswechsel konnte der Vollzug der Umstrukturierung am Standort Singen vermeldet werden. »Für die Tatsache, dass es den Klinikverbund erst seit 14 Monaten gibt, ist das eigentlich eine Erfolgsstory«, freut sich Klinik-Verwaltungschef Peter Fischer. Denn damit wurde eigentlich - aber auf Wunsch der Ärzte - das Moratorium gebrochen, dass in den ersten drei Jahren des Verbunds noch keine Verlegungen im medizinischen Bereich vollzogen werden sollten.
»Wir können jetzt mit den zusammengelegten Fallzahlen von Konstanz und Singen mit zwei Stationen und 45 Betten in einer ganz anderen Liga spielen«, so Helge Seifert. Nicht nur der Da-Vinci-Operationsroboter spielt dabei eine Rolle, sondern auch zwei Lasergeräte und Nierensteinzertrümmerer, die die Singener Urologische Klinik damit führend im weiteren Umkreis machen würden. In Konstanz ist jetzt nur noch ein leitender Facharzt tätig, der Notfälle und einfachere Behandlungen durchführt. Zwischen einem und drei Betten sind aber dort nur noch belegt, sagte Dr. Zantl. »Ohne die Holding hätte sich die Klinik diese Investition nicht leisten können«, betonte Landrat Frank Hämmerle. Für die Kosten von rund einer Million hatte auch der Kreistag die Zustimmung zu einer Bürgschaft gegeben. Man habe ein erstes Ziel erreicht, hier für eine optimale Versorgung der Patienten im Kreis und der Umgebung zu sorgen. Es sei für die weitere Zukunft des Verbunds wichtig, nicht mehr nach Standorten, sondern landkreisweit zu denken, so Hämmerle. Der Erfolg habe sich dabei schon recht schnell gezeigt, im Vergleich zum Januar letzten Jahres, sei die Patientenzahl bereits um 10 Prozent gesteigert worden.
Davor sei die Urologische Klinik in Singen unter Druck geraten, da gerade Patienten mit Wahl-Operationen, zum Beispiel an der Prostata, in die Kliniken abgewandert seien, die den Da-Vinci-Roboter schon angeboten hätten. Seit das Gerät in Singen im letzten Sommer in Betrieb ging, habe man bereits 70 Operationen daran ausgeführt, so Helge Seifert.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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