Fiedlers Tag vom 12. August 2021

Fiedlers Tag

Manche Tage können schon Zeichen setzen: Das machten gestern die Bahn-Gewerkschaften, welche hier eigentlich ihren Machtkampf untereinander auf dem Rücken der Bahnkunden austragen, die hier neben den aktuellen Vergrämungsaktionen durch Schienenersatzverkehr als große Geduldsprobe auf der Gäubahnstrecke ein weiteres Signal setzen, das mit Zuverlässigkeit kaum zu rechnen ist. Gut dass die Region hier den Seehas mit Schweizer Betreiber hat, der wenigstens den Regionalverkehr auf seiner Linie störungsfrei hinbekommt.

Zeichen gesetzt hat freilich auch die Landespolitik dahingehend, dass sie immer noch nicht in der Lage ist, Perspektiven in Sachen Corona für die BewohnerInnen des Landes zu entwickeln. Die Ansage der großen Freiheit vom Mittwoch, gepaart mit der strikten Verordnung von "3G", was sie Impf- und Pandemiemüdigkeit bekämpfen soll, reicht wohl wirklich nicht aus, um gewappnet für den Herbst zu sein. Der Verzicht auf die Inzidenz als Messzahl für das Infektionsgeschehen mit daran geknüpften Einschränkungen ist nicht sehr weit gedacht. Denn wichtiger denn je wird die Beobachtung des Gesundheitssystems sein. Angesicht der am Mittwoch vorab gesetzten Zeichen müssen sich schon durch die Kurzfristigkeit all die Veranstalter veräppelt fühlen, die bis zu den letzten Wochen die Entwicklung abgewartet hatten, um dann ihre Anlässe abzusagen. Das wir wieder ganz im Corona-Modus der letzten eineinhalb Jahre mit "Sichtweite" angekommen.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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