Festakt in der Bildungsakademie Singen
Lions Singen-Hegau feiern 25. Geburtstag

  • Foto: Bei den Ehrungen zum 25. Geburtstag der Lions Singen-Hegau (von links): Dr. Arthur Sauter, Heinz Grüntker, Volker Oppermann, Johann Hanloser. Rüdiger Neef, Franz Meister und der aktuelle Präsident Dr. Werner Hammon. swb-Bild: of
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Singen (of). Der Lions-Club Singen-Hegau konnte am Samstag Vormittag seinen 25. Geburtstag in der Bildungsakademie feiern. Damals sorgte die Gründung schon etwas für Aufregungen, gab es doch ohnehin die Notwendigkeit den stark gewachsenen Lions-Club Radolfzell Singen mit einem „Ableger“ zu versehen, auf der anderen Seite eine andere Gruppierung, die unabhängig ein eigenes Charter in Singen gründen wollte. Dem ist man zuvor gekommen. Dominik Zörkler war damals Gründungspräsident. Er konnte das Jubiläum nicht mehr miterleben, denn er war in diesem Mai verstorben. In der Festschrift ist sein „Vermächtnis“ in Form eines Interviews nachzulesen. Zögler folgten im üblichen jährlichen Wechsel viele Menschen, die auch an anderer Stelle die Geschichte der Stadt und der Region mitenwickelt haben. Jubiläumspräsident Dr. Werner Hammon, dem in kürze Udo Klopfer folgen wird, begrüßte die vielen prominenten Gäste und nahm auch die Ehrungen dieses großen Tages vor. Volker Oppermann (10 Jahr, Hans Hahnloser (25 Jahre), Rüdiger Neef (39) Hans Meister Heinz Grüntker (35), Dr. Artur Sauter ist gar schon seit 48 Jahren Mitglied der Lions und wurde besonders gewürdigt.

OB Bernd Häusler machte deutlich, dass man in Singen über das soziale Engagement besonders dankbar sei. Gerade Singen, das laut dem jüngsten Mikrozensus einen Anteil von 42 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund hat, sei zur Integration, insbesondere bei den Kindern und Jugendlich auf besondere Hilfe angewiesen.

Distriktpräsident Prof. Dr. Ingo Büren vom, blickte ganz kurz auf 63 Jahre Lions in Deutschland zurück. Normalerweise kämen die meisten Clubs mit etwa 10 Jahren in ihre erste Krise, dann wenn die Gründergeneration in die zweite Reihe tritt. Aber danach gehe es stets aufwärts. Lions sei der größte Integrationsbetrieb dieser Welt, alleine schon durch seine weltumspannende Idee. Freilich stünden auch die Lions bei ihrer eigenen Integration vor großen Herausforderungen, denn bis zum Jahr 2017 sollen immerhin 50 Prozent der Mitlieder weiblich sein. Dazu winken allerdings die Singener Lions erst mal ab. Die wollen erst mal lieber eine Männergemeinschaft bleiben.

Tom Leonhardt als Präsident des Patenclubs Singen-Radolfzell lobte insbesondere das kulturelle Engagement des Clubs, zu dem unter anderem eigener Kulturpreis gehört, der jährlich im August an besondere Künstler aller Genres verliehen wird. Sonja Hatt vom Lions Club Insel Werd aus dem benachbarten Stein am Rhein wünsche sich eine gemeinsame Aktivität in ihrem bald beginnenden Präsidentenjahr. „Unsere Präsenz ist vorhanden, aber sie sollte auch begrenzt sein“, macht Dr. Werner Hammon in seiner Ansprache deutlich, denn das soziale im Club sei auch eine Partnerschaft untereinander.

Landtagspräsident und Lions-Freund Guido Wolf wurde als Festredner eingeladen, der ein großes Plädoyer auf die Nachhaltigkeit und die Verantwortung der Menschen dafür hielt. Die Welt sei an ihre Grenzen gelangt. Würden alle Menschen so leben wie die Amerikaner, bräuchte man eigentlich vier davon. Die Produktion einer einzigen Tüte Kartoffelchips benötige zum Beispiel über 220 Liter Wasser, die einer Jeans über 8.000 Liter. Kein Wachstum sei keine Antwort. Nachhaltigkeit bedeute aber einfach, nicht auf Kosten anderer zu leben. Ausgegrenzte müssten die Möglichkeit bekommen, aktiv am Leben teilzunehmen. Es bedürfe eines neuen Bewusstseins, bei dem die eigenen Lebensführung kritisch hinterfragt werden müsse. Dadurch könne aber jeder einzelne seinen Beitrag leisten. In der Summe könne das zu gewaltigen Effekten führen. Guido Wolf erinnerte an die Grundwerte der Nachkriegszeit Freiheit und Verantwortung, die er in den Mittelpunkt stellte. Das sind auch die Prinzipien, mit denen die Lions agieren und ihre Dienste der Gesellschaft zur Verfügung stellen.

Die Lions in Singen sind so stark gewachsen, dass gerade die Gründung einer weiteren Gruppe für den Hegau diskutiert wird.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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