Glückwunschbeilage des WOCHENBLATTs zur Weihnacht 2017
»Miteinander« - der Mehrwert für uns alle

Titelbild

Singen. »Warum gibt es Kunst, wo es doch Kriege gibt«, schrieb der aus Singen stammende Künstler Felix Droese im Jahr 1996 in einen Pappkarton und machte damit ein Kunstwerk aus dem Stück Papier mit der Frage über einen Widerspruch - aus seiner Sicht.
Um einen spannenden »Widerspruch« geht es dabei auch in der diesjährigen Glückwunschbeilage des WOCHENBLATTs zu Weihnachten. Denn in einer Zeit, da so viele über die Vereinzelung der Menschen klagen, die oft nur ihre eigenen Interessen kennen, heißt es auf einmal »... miteinander«.
Und das aus gutem Grund. Denn unsere Region ist ein schönes Spiegelbild dieses Widerspruchs, dass so viele sich als Einzelkämpfer auf der Jagd nach ihrem Glück sehen, dass es aber eben ganz viele gibt, die Dinge in Gemeinschaft, miteinander angehen, die daraus Kraft und Zuversicht schöpfen, einfach weil es mehr Energie in die richtige Richtung lenkt, als ein »gegeneinander«.
Thorsten Gompper, neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hilzingen-Hohenstoffeln, macht sich zum Beispiel seine Gedanken darüber, welche Figur er selbst denn wäre in dem Miteinander einer Weihnachtskrippe.
Klaus, Helmut und Roland Matt sind nicht nur drei Brüder, sie haben auch noch eine gemeinsame Leidenschaft: die Musik. Und »miteinander« machten sie unter anderem als »Galgenberg Musikanten« und in verschiedenen Musikvereinen die Bühnen unsicher. Das sportlich miteinander mehr gehen kann, als wenn es ein Verein allein probieren wollte, wird mit der »Jugendspielgemeinschaft Hegau« hier im WOCHENBLATT vorgeführt. Miteinander geht auch über Generationen hinweg, wie das Leih-Oma-Modell aus Mühlhausen-Ehingen exemplarisch berichtet. Ohne viele, zum Teil auch himmlische Helfer, hätte Anni Wieser nicht ein »Engel für Afrika« werden können. Ein besonderes Miteinander pflegt die Reha-Sportgruppe der Lebenshilfe Singen-Hegau - auf »Augenhöhe«, wie plausibel erklärt wird.
Dr. Aram Bani hat zehn Jahre an seinem Buch »Die Welt hat mich vergessen« über das Schicksal der Kurden aus Sicht eines Betroffenen geschrieben, nach fünf Jahren kam als wichtige Ergänzung der Lektor hinzu, der dabei mithalf ein Buch zu schreiben, das alle verstehen können.
Miteinander ist vielfältig: erleben kann man das auch beim therapeutischen Reiten im Pestalozzi Kinderdorf. Oder wie ist das, wenn der Rennfahrer und sein Auto auf der Rennstrecke zum rasenden Dreamteam werden? Und manchmal muss man in ein fernes Land gehen, um ein versöhnliches Miteinander zu finden, wie Wilhelm Waibel, der in der Ukraine ehemalige Kriegs-Zwangsarbeiter aus der Singener Industrie aufspürte.
2017 war hier in der Region von vielen Miteinander-Aktionen geprägt, zwei davon ragen als Leuchttürme heraus: Das ist zum einen - in eigener Sache - natürlich der 50. Geburtstag des WOCHENBLATTs, der ein ganzes Jahr mit vielen Aktionen für die Region gefeiert wurde und das Miteinander für die Heimat in der Jubiläumsausgabe genau am Geburtstag, dem 30. Juli 2017, auf spannende Weise würdigte.
Und da gab es das »jeden Moment wert« aus Radolfzell, mit dem zum Jubiläum 750 Jahre Stadtrechte auch fast ein ganzes Jahr lang ganz viel an Miteinander für diese Stadt in Bewegung gesetzt werden konnte, das nun hoffentlich anhält. Mehr gibt es in unserer Beilage, genau das richtige für die Feiertage und die ruhigeren Zeiten »zwischen den Jahren«, für die das ganze WOCHENBLATT eine segensreiche und positiv widerspruchsreiche Zeit wünscht.

Die Glückwunschbeilage gibt es auch zum Download (34 MB).

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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