Im Alter von 89 Jahren verstorben
Trauer um Lutz Erhardt
- Lutz Ehrhardt, ehemaliger Vorsitzender des Kunst- und Kulturkreises Steißlingen und langjähriger Mitarbeiter des Singener WOCHENBLATT, ist Anfang Juli mit 89 Jahren verstorben.
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Steißlingen. Abschied nehmen heißt es auch für die Gemeinde Steißlingen von Lutz Ehrhardt, der am 3. Juli im 89. Lebensjahr in Nürnberg verstorben ist, wohin er erst wenige Wochen zuvor mit seiner Frau Charlotte zu einer dort lebenden Tochter umgezogen war.
Lutz Ehrhardt, der sich als ehemaliger Oberstleutnant der Bundeswehr und als Pilot über einen frühzeitigen Ruhestand freuen konnte, hatte damals „Kapazitäten frei“, wie er bei seiner Vorstellung beim WOCHENBLATT sagte. Und die wollte er nun in der Pressearbeit nutzen. Er wurde freier Mitarbeiter beim WOCHENBLATT und blieb das für mehr als 20 Jahre, bis schließlich erste gesundheitliche Einschränkungen einen Abschied von dieser für ihn sehr wichtigen Arbeit erforderten.
Lutz Ehrhardt deckte in dieser Zeit praktisch das gesamte damalige Gemeindeleben von Steißlingen und auch umliegender Orte ab, er war steter Gast in den Gemeinderatsitzungen, berichtete über die Vereine und auch der Handballsport, über den Lutz Ehrhardt über den TuS Steißlingen verbunden war, ist ein besonderes Steckenpferd von ihm gewesen, über das er mit großen Fachwissen berichten konnte. Und dafür wurde er auch geschätzt, in einer Zeit, in der der Verein die Grundlagen für die heutigen Erfolge legen konnte. Wer das WOCHENBLATT damals als Podium in Steißlingen nutzen wollte, der ging zu Lutz Ehrhardt und wählte den direkten Weg, was seine Bedeutung als Institution für die Gemeinde unterstrich.
Kapazitäten hatte Lutz Ehrhardt aber trotzdem noch frei, denn als sich im 2003 damals auf Initiative des aus Steißlingen stammenden Designers Hubert Zimmermann ein neuer „Kunst- und Kulturkreis Steißlingen“ formierte, der in der Gemeinde eine neue Kulturidentität schaffen wollte, war auch Lutz Ehrhardt als Kulturfreund gerne mit dabei und engagierte sich gleich als erster Vorsitzender für die ersten Anfangsjahre, in denen sich der Verein schnell mit seiner jährlichen Kunstausstellung im Rathaus zum Klemenzenfest, wie musikalischen Aufführungen und Kleinkunst wie Kabarett als neue Größe für die Gemeinde etablieren konnte.
Schließlich übergab er das arbeitsreiche Amt des Vorsitzenden an seinen Nachfolger Gunther Roos, der sein Amt erst vor zwei Jahren wiederum an seine Nachfolgerin Christa Wohriska übergab. Roos hielt auch in den Zeiten Kontakt, als Ehrhardt doch mit zunehmenden Einschränkungen fertig werden musste. Auch in der evangelischen Kirchengemeinde hatte sich Ehrhardt zusammen mit seiner Frau Charlotte intensiv eingebracht und seinerzeit den großen Umbau der Kirche mit all seinen Vorwehen begleitet.
Zu seiner Erinnerung wird es in Steißlingen als seiner langjährigen Heimatgemeinde am Dienstag, 11. August, um 14 Uhr in der Friedenskirche in Steißlingen eine Trauerfeier geben, bei der von ihm Abschied genommen werden kann.
Oliver Fiedler
Autor:Redaktion aus Singen |