Schmotzige Dunschtig 2026 in Stockach
Ein vermisster Fuchs, ein fehlender Beklagter und fetzige Yetis

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Stockach. Auch in Stockach ist der Schmotzige Dunschtig der höchste närrische Feiertag im Jahr. So auch wieder in diesem Jahr am 12. Februar und das trotz des großen Narrentreffens vor gut drei Wochen. 

Der wichtigste Akteur jedoch war bis 16 Uhr in Stockach schlicht nicht auffindbar. So traf Markus Söder erst kurz vor der Gerichtsverhandlung in Stocken ein. Einen Pappkameraden wie bei Lauterbach im Jahr 2024 hatte das Narrengericht jedoch nicht in der Hinterhand. 

Dies ließ jedoch die Laune der Stockacher Narren nicht vermiesen, drum feierte man den Schmotzige bis dahin ganz ohne Beklagten. Dabei wusste Narrenrichter Jürgen Koterzyna zu Beginn gleich ordentlich auszuteilen bezüglich der Patentierung eines Pfälzer Getränkeunternehmers. "Darf man das jetzt überhaupt noch sagen?", fragte vermutlich nicht nur er sich im Bürgersaal der Adler Post. Dass das Patentamt dies auch noch durchgewunken hat sei für ihn der Beweis, dass in diesem Fall Elend auf Not traf. 

Auch der übliche Lokalkolorit mit Bürgermeisterin Susen Katter durfte hier nicht fehlen. So wunderte sich Koterzyna, warum die Rathauschefin auf einmal mit einer Langensteiner Narrenkappe mit Fuchsschwanz rumläuft. "Der Michael Fuchs wurde seitdem nicht mehr gesehen", scherzte der Narrenrichter. Zudem zeigte er sich erstaunt, warum sie bei dieser Auszeichnung das Abzeichen der Stockacher Laufnarren trug. "Immerhin trug ich es am Herzen, weil ich euch doch so sehr liebe", konterte Susen Katter direkt. Weiter setze sie damit auf Tradition und somit etwas, was sich bewährt. "Ich vertrete unsere Narren mit Stolz nach außen." 

Da das Alpecin beim Narrenrichter offenbar nicht wirkte, hatte Katter für diesen doch glatt mit einer Perücke den idealen Ersatz dabei, die laut Koterzyna jedoch im Kollegium geteilt werde. Denn wichtiger sei für ihn, "was man im Kopf hat und nicht auf dem Kopf trägt." Den Beklagten Markus Söder bezeichnete sie zudem als DAS Alphatier neben 21 Gerichtsnarren als Alphatiere. "Mal sehen, wer am Ende wen vorführt." Nach einer kurzen Runde "Stockopoly" wurde vom Narrenschreiber Marcel Reiser noch ein Brief von Bundeskanzler Merz verlesen. Hierin hieß es unter anderem, dass die Narren gegenüber dem Beklagten nichts an Strenge missen lassen sollen. 

Nachdem die traditionelle Kriegsratszene, der Zimmererhock sowie die Übergabe der niederen Gerichtsbarkeit noch im Trockenen erfolgte, ging es für den Narrenbaumumzug und das Stellen des Baumes wieder nach draußen. Hierbei dauerte vor allem der ebenfalls traditionelle Streik der Zimmerergilde, auch aufgrund des fetzigen Auftritts der legendären Yetis, etwas länger als geplant, weshalb der Baum um 16.15 Uhr unter großem Jubel des närrischen Volks ins Loch fiel.

Autor:

Philipp Findling aus Singen

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