Es wird teurer fürs Glücksspiel und Bürger
Stockach erhöht Gebühren für die Bibliothek und das Bürgerhaus
- Mitten im Herzen von Stockach befindet sich das Bürgerhaus Adler-Post. Für die Nutzung des Bürgerhauses müssen auswärtige Privatpersonen und Firmen nun mehr Gebühren zahlen.
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Stockach. Sie müssen tiefer in die Tasche greifen: Glücksspielbetreiber, Besucher der Stadtbücherei und Nutzer des Bürgerhauses Adler Post. Zur Entlastung des Haushalts erhöht die Stadt Stockach Gebühren für die Bücherei und das Bürgerhaus sowie die Vergnügungssteuer zum 1. Januar 2027. Im Bürgerhaus wird es vor allem für auswärtige Personen teurer, Vereine können hingegen profitieren.
Das ändert sich beim Bürgerhaus
Die Änderungen beim Bürgerhaus Adler-Post stecken im Detail, denn für Stockacher Privatleute und Gewerbe bleiben die Nutzungsentgelte für das Bürgerhaus gleich. Die Stadt zieht Auswärtige stärker in die Verantwortung. Der Grund: gestiegene Kosten im Haushalt der Stadt aber auch bei der Instandhaltung des Bürgerhauses im Einzelnen, erklärt Bürgermeisterin, Susen Katter. Derzeit zahlen Stockacher eine Gebühr von 600 Euro für die Nutzung und Firmen 450 Euro. Das bleibt auch so. Vereine zahlen wieder teils weniger. Das verhält sich wie folgt: Bei Veranstaltungen ohne Bewirtung kostet die Benutzung des Bürgerhauses demnächst nur 300 anstelle von 480 Euro für Vereine. Bei Veranstaltungen mit Bewirtung fallen wiederum 600 Euro für sie an - 120 Euro mehr als zuvor. So könne man laut dem CDU-Gemeinderat, Andreas Bernhart, trotz des schwierigen Haushaltes auch noch ein Zeichen für die Vereine setzen.
Auswärtige Privatpersonen zahlen wiederum ab Januar 800 Euro als Entgelt. Bisher waren es 600 Euro. Ähnlich sieht es bei Firmen außerhalb von Stockach aus. Die müssen dann 600 anstelle von 450 Euro zahlen. Laut den Zahlen der Stockacher Verwaltung kamen die meisten Nutzungen, zwölf von insgesamt 34, durch auswärtige Privatpersonen zustande. Auswärtige Gewerbe nahmen das Bürgerhaus am seltensten, lediglich zweimal in Anspruch. Die Räte stimmten Einstimmig für die Veränderungen.
Erste Erhöhung nach 14 Jahren und die Gebühren für die Bibliothek
Auch Glücksspielbetreiber und Veranstalter müssen in Zukunft tiefer in die Taschen greifen. Die Stadt hat nämlich nach 14 Jahren die Vergnügungssteuer erstmals erhöht. Bei der Erhöhung orientierte sich der Vorschlag der Verwaltung an die Stadt Radolfzell. Dort liegt die Steuer nämlich bei 25 Prozent. CDU-Gemeinderat Martin Bosch schlug eine Erhöhung in zwei Stufen von 18 auf 25 Prozent vor. Das lehnten die anderen Räte jedoch ab und verabschiedeten die Erhöhung in einem Rutsch. Bürgermeisterin Susen Katter begründete die Entscheidung damit, dass das öffentliche Interesse dem der Spielhallenbetreiber in Stockach überwiegen würde.
Zuletzt hat die Stadt auch die Gebühren für die Nutzung der Stadtbibliothek erhöht. Davon betroffen sind aber lediglich Erwachsene. Die müssen im nächsten Jahr eine Jahresgebühr von 18 Euro anstelle von zuvor zwölf Euro zahlen. Diskutiert wurde auch den Jahresbeitrag für Familien zu erhöhen, worauf sich die Gemeinderäte aber nicht einigen konnten. Auch der Rest der Gebührenordnung blieb unverändert.
Autor:Sebastian Ridder aus Konstanz |