Radolfzeller wird »Meister der Meister«

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Segeln
Justus Mickausch vom YC Radolfzell und sein Mitsegler Paul Pietzcker. swb-Bild: privat

Segler Justus Mickausch vom YCRa ist Bester der Besten

Hamburg / Radolfzell. Bei der Meisterschaft der Meister (MdM) messen sich jährlich Deutschlands beste Seglerinnen und Segler auf der Alster mitten in Hamburg. Eingeladen wird nur, wer in seiner Bootsklasse Deutscher Meister wurde, oder bei einer internationalen Meisterschaft auf dem Treppchen stand.

Justus Mickausch vom Yacht-Club-Radolfzell erhielt dieses Jahr eine Startberechtigung durch seine zwei gewonnenen Titel dieses Jahr (Deutscher Juniorenmeister und Deutscher Meister) in der Olympischen Bootsklasse 49er.
Gesegelt wurde bei der MdM Ende Oktober auf dem Anfängerboot „Laser BAHIA“. So hatte keines der 27 Teams einen technischen Vorteil und das taktische Segeln stand im Vordergrund. Justus Mickausch holte sich mit Paul Pietzcker (Berliner Yacht-Club) Unterstützung aus seiner 49er Trainingsgruppe an Bord.
Das Segeln auf der Alster ist durch sehr böige und drehende Winde geprägt, was Paul und Justus in die Karten spielte. Durch ihre Erfahrungen auf ihren Heimatrevieren (Wannsee und Zeller-See) konnten sich die Beiden in den zwölf Qualifikationsrennen durchsetzen und in das Finalrennen einziehen. Ebenfalls im Finale standen Malte Winkel und Matti Cipra sowie Tobias Schadewaldt und Juliane Adelssen. Winkel und Cipra hatten die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokyo knapp verpasst, Tobias Schadewaldt war 2012 im 49er für Deutschland bei den Olympischen Spielen.
Im Finalrennen gelang es Paul und Justus sich den Zweikämpfen am Start geschickt zu entziehen, wodurch sie von Beginn des Rennens an frei aufsegeln konnten. So konnten sie alle Winddreher perfekt aussegeln und gewannen das Finalrennen mit deutlichem Abstand vor der starken Konkurrenz.
Justus Mickausch hat zwar in Radolfzell das Segeln gelernt und startet weiterhin für den Yacht-Club Radolfzell, wohnt aber mittlerweile in Kiel, um dort am Olympiastützpunkt trainieren zu können. Er ist Mitglied des Perspektivkaders des German Sailing Team. Kommende Saison will er sich auf die neue foilende Segelklasse Waszp konzentrieren. Beim Foilen „fliegen“ die Segelboote über das Wasser und haben nur noch durch eine Art Flügel an Schwert und Ruder Kontakt zum Wasser.

Wochenblatt @: Ute Mucha

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