Fahrzeugtreffen in Engen
Hunderte Oldtimer-Fans kommen zum "Car und Bikes" am Oldtimermuseum zusammen
- Mit 55 PS aus einem 1,5 Liter-Motor erreichte der Opel A-Rekord Baujahr 1964 gut 130 Kilometer pro Stunde. Er war dem amerikanischem Chevrolet der Opel-Muttergesellschaft General Motors nachempfunden und begründete eine ganze Generation zuverlässiger Mittelklassewagen der Marke mit dem Blitz. Jakob, Emilia und Adrian Firla (von links) sind angetan von ihrem nun 62-jährigen Oldtimer.
- Foto: Bernhard Grunewald
- hochgeladen von Tobias Lange
Engen. Großen Zuspruch fand am Sonntagvormittag, 3. Mai, bei strahlendem Wetter die erste Veranstaltung des Oldtimer- und Fahrzeugmuseums in Engen unter dem Titel „Car und Bikes, Coffee und Gipfeli“. Hunderte Oldtimer-Fans von nah und fern kamen teils mit eigenen Raritäten auf zwei oder vier Rädern angefahren, um hochwertige und rare Exemplare aus der reichen Geschichte der nationalen und internationalen Automobil- und Motorradwelt auf dem Museums-Parkplatz an der Hegaustrasse zu bewundern.
Bei freiem Eintritt wurde nach Herzenslust gefachsimpelt und die Lieblingsobjekte mit einem „Kodak-Moment“ festgehalten. Im Mittelpunkt standen Legenden wie der Maserati MC20 Cielo, ein Porsche 928 Strasek Ultra und eine AC/Cobra. Als besonderes Glanzstück gab es mit dem Modell „Huayra BC“ einen seltenen „Pagani“ aus Modena in Italien zu bestaunen. Markenchef Horacio Pagani bestückte diesen Supersportwagen mit einem Zwölf-Zylinder-Motor von AMG/Mercedes, der komplett und alleinig von AMG-Monteur Michael Kübler aufgebaut wurde. Das XTrak-Getriebe stammt vom weltweit führenden Rennsportzulieferer gleichen Namens aus Thatcham in Großbritannien.
Mit einer von Pagani selbst entwickelten, nahezu vollständigen Karbon-Karrosserie und lediglich 1.200 Kilogramm Gesamtgewicht erreicht der Bolide mit gut 800 Pferdestärken abgeregelte 350 Kilometer pro Stunde. „Fährt sich wie ein Go-Kart, mit viel PS“, so AMG-Driver Georgios Mavridis, der extra aus der Motorenschmiede in Affalterbach angereist war.
Auch die Bike-Fans kamen auf ihre Kosten, beherbergt das Oldtimer-Museum doch eine Fülle von Exponaten, erweitert um die Prachtstücke der Gäste. Ergänzt wurden die zwei- und vierrädrigen Sehenswürdigkeiten durch weitere Sammlerstücke in der unmittelbar benachbarten „Oldtimer am See“-Halle.
Rundum zufrieden mit dem großen Ansturm und Interesse an „Benzingesprächen“ zeigte sich das Museums-Team um ihren Vorsitzenden Klaus de Monte. „Hier ist für jeden mit Benzin im Blut was dabei“, so der zweite Vorsitzende Michael „Michi“ Bietenholz. Das Museum befindet sich derzeit im Umbau zu einem zweistöckigen Gebäude mit einer Ausstellungshalle im ersten Stock, wovon ein großer Kran kündet. Der Verein hofft auf eine Fertigstellung Im Herbst, plant aber zunächst ein weiteres „Cars und Bike“-Event am Sonntag, 5.Juli, erneut von 9 bis 11 Uhr.
Autor:Bernhard Grunewald aus Singen |