Wie das Jahr 1996 die Stadt Engen prägte
Die Schlagzeile: ,,1 zu 0 für Singen"

Jürgen Waldschütz | Foto: Privat (Renate Waldschütz)
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Das Jahr 1996 markierte einen Wendepunkt im politischen Leben der Stadt Engen durch die Neuwahl des Bürgermeisters. Nach drei Amtszeiten beendete der damalige Bürgermeister Manfred Sailer seine Amtszeit und die Bürgerinnen und Bürger standen vor einer wichtigen Entscheidung. Zehn Kandidaten hatten sich für das Amt beworben. Jürgen Waldschütz, heute CDU Fraktionssprecher und seit 43 Jahren im Gemeinderat tätig, erinnert sich an die damalige Situation:

„Um das Amt des Bürgermeisters anzunehmen und einen ehrenvollen Nachfolger für den damaligen Bürgermeister Manfred Sailer zu finden, standen zwei ernstzunehmende Kandidaten zur Auswahl", erklärt Waldschütz. Die beiden Kandidaten waren Godehard Steffen, damals Rechtsanwalt ohne Erfahrung im Verwaltungsbereich, aber beeindruckend durch sein Engagement, und Johannes Moser, der aus Singen kam, Chef des Ausländeramtes war und bereits Erfahrung im Verwaltungsbereich mitbrachte. Für Waldschütz und den Gemeinderat war die Wahl klar: Godehard Steffen sollte die Stadt Engen repräsentieren, da er gebürtiger Engener war und somit die Stadt mit samt seinen Ortsteilen am besten kannte.

Im ersten Wahlgang gewann jedoch Johannes Moser knapp mit einer Mehrheit. Die Überraschung war groß, wie Waldschütz erzählt: „Als die Ergebnisse verkündet wurden, stand am nächsten Tag in den Zeitungen die Schlagzeile: ,1 zu 0‘ für Singen. Für uns als Gemeinderat war das eine überraschende Wendung, an die ich mich noch bis heute erinnere.“ Die Erwartungen des Gemeinderats und insbesondere von Waldschütz, der fest von Godehard Steffen überzeugt war, wurden durch das Ergebnis übertroffen.

„Der Gemeinderat hatte sich für Godehard Steffen ausgesprochen, und wir waren uns sicher, dass er von den Bürgern und Bürgerinnen gewählt wird. Doch hier wurden wir eines Besseren belehrt, und heute kann ich sagen, dass die Bürger damals die richtige Wahl getroffen haben und Johannes Moser für die Stadt Engen großartiges geleistet hat. Ich bin froh und stolz, dass wir Johannes Moser als Bürgermeister der Stadt Engen begrüßen durften und ich mit ihm jahrelang sehr gut zusammenarbeiten durfte. Denn er war eine Bereicherung für die Stadt, und die Bürger und Bürgerinnen haben damals und auch bei der diesjährigen Wahl, die Frank Harsch mit einer knappen Mehrheit gewonnen hat, die richtige Entscheidung getroffen.“

Portrait

Name: Jürgen Waldschütz

Alter: 69 Jahre

Früher: selbstständiger Bäckermeister

Heute: stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank, Mitglied des Engener Gemeinderates, CDU-Fraktionssprecher, Aufsichtsrat der Stadtwerke Engen, Mitglied der Meisterprüfungskommission des deutschen Bäckerhandwerks

Was mich antreibt:

Durch mein Engagement und Tätigkeiten habe ich zahlreiche Menschen kennengelernt, aktiv mitgewirkt und kann somit weiterhin einen Beitrag in der Region leisten.

Mich verbindet mit der Region:

Ich habe schon mein ganzes Leben in Engen verbracht, fühle mich hier sehr heimisch und kann es mir nicht vorstellen, außerhalb der Region zu leben.

Der Ort:

Foto: swb/Archiv

Die Stadt Engen – eine bedeutende Wende im politischen Geschehen, als der damalige Bürgermeister Manfred Sailer ankündigte, dass er sein Amt niederlegt und nun ein neuer Bürgermeister gefunden werden musste.

Jürgen Waldschütz | Foto: Privat (Renate Waldschütz)
Foto: swb/Archiv
Autor:

Juleda Kadrija aus Singen

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