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Der Griff nach den Sternen

Moofanger begeistern beim bunten Abend
Die Moofanger konnten mit einer aufwendigen Choreographie und einem detailreichen Bühnenbild das Publikum für sich gewinnen. swb-Bild: ver

Moofanger mit universellen Auftritt beim bunten Abend

Nenzingen. Spritzig. Witzig. Vielseitig. Bunt. So und nicht anders muss man die bunten Abende der Moofanger Nenzingen beschreiben. Denn wenn die Narren eines können, dann die Zuschauer in der Rebberghalle bestens zu unterhalten. Die Halle selbst gefiel auch - war sie doch mit einer aufwändigen Bühnendekoration mit viel Liebe zum Detail närrisch aufgepeppt worden.

Nach dem Einmarsch und den obligatorischen Grußworten von Präsident Alois Seliger (»Nun grüße ich euch alle froh, mit einem Narri Narro«) ging es auch schon los mit dem Programm. Unter der bewährten Moderation von Elvira Stehle konnten die Besucher einen gelungenen Mix aus Akrobatik-, Tanz- und Wortbeiträgen erleben. Den Startschuss gaben 16 Mädchen der HipHop-Gruppe des Turnvereins Nenzingen mit ihrem Beitrag »Wir brauchen Helden!«. Als Verbrecher, Polizisten und Supergirls wirbelten die jungen Akrobatinnen zu Liedern wie »Who’s bad«, »I need a hero« oder »Nur noch kurz die Welt retten« über die Bühne und zeigten dabei ihr tänzerisches Können. Was der Turnverein sonst noch zu bieten hat, präsentierten die »drei Leiter mit ihrem Sprossengemüse«. Die Akrobatik der zehn Artisten sowohl an der Leiter als auch auf dem Trampolin brachte die Zuschauer zum Staunen. Auf dem Kunstrad überzeugten Verena und Denis Auer im Duo mit eleganten Kunststücken. Den wohl aufwändigsten Beitrag leistete die Aerobic-Gruppe des TV Nenzingen mit »Welcome to Gusteau’s«, der mit einer ausgefeilten Choreografie und einem schönen Bühnenbild beim Publikum punktete.

Aber auch die Lachmuskeln wurden beim bunten Abend strapaziert. So machten sich Gerlinde Löffler und Petra Derer beim Sport über Elternabende und den anhaltenden Fitnesswahn lustig. Beim Witwentreff zogen Martin Schwarz und Petra Derer über ihre Männer, Kinder und das Altwerden her und planten schon mal ihre Beerdigung mit Musik von Rammstein. Köstlich amüsant waren die beiden zotteligen Gäste im Sketch »Der Wetter Sepp«, die mit einem unverständlichen Dialekt selbst den Wirt um den Verstand brachten. Ein Highlight war auch das Dorfgespräch, bei dem einige Geschehnisse nochmals in Erinnerung gerufen und aufs Korn genommen wurden. So boten unter anderem der Betreiberwechsel im Discounter sowie die Problematik mit dem Dorffuchs und den Hundehaufen reichlich Gesprächsstoff.

Den krönenden Abschluss des Abends bildete der Tanz des Narrenrats. Getreu dem Namen des Narrenvereins fingen sie zwar nicht den Mond ein, doch sie griffen nach den Sternen, denn die Tänzer begeisterten als Stormtrooper aus dem Film »Star Wars« verkleidet das Publikum.

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Wochenblatt Redakteur @: Graziella Verchio