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Ein Zeichen der Heimatverbundenheit

Die Verwaltung geht dem Wunsch des Gemeinderates nach und möchte einen Antrag zur Wiedererteilung des Kfz-Altkennzeichen »STO« stellen. swb-Bild: Archiv

Gemeinderat plädiert für das Altkennzeichen »STO«

Stockach. Einige Tagesordnungspunkte gab es in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus Adler Post abzuarbeiten. Ein »ganz wichtiges Thema«, betonte Bürgermeister Rainer Stolz, sei die Antragstellung auf Wiedererteilung des Kfz-Altkennzeichen »STO«.

Aus der Vorlage geht hervor, dass dieses Thema der Wiedererteilung des Altkennzeichens schon seit einigen Jahren diskutiert wird und »peu a peu nun ein ganz überwiegender Teil aller alten Kennzeichen wieder eingeführt worden sind«, so Stolz gegenüber dem Gremium. Vor zehn Jahren wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Wiederzuteilung alter Kfz-Kennzeichen an ehemalige Kreisstädte geschaffen. Dafür brauche es jedoch die Zustimmung des Landkreis Konstanz. Erst danach werden die Rahmenbedingungen durch das Verkehrsministerium geschaffen. Mittlerweile sind bereits 320 der rund 400 möglichen Kennzeichen wieder eingeführt.

Die Stadt Stockach hat es durch ihren Vorsitzenden, Schultes Rainer Stolz, 2012 schon mal probiert im Kreistag. »Das war damals nicht erfolgreich, da man der Meinung war, dass das vielleicht dazu beitragen würde, dass die Stadt Stockach sich nicht mehr dem Kreis zugehörig fühlen möge«, erklärte Stolz.

Die Nutzung des Kennzeichens STO ist freiwillig, kein Stockacher Bürger ist verpflichtet, das KN-Kennzeichen zu wechseln, heißt es in der Sitzungsvorlage. Vielmehr soll es eine Möglichkeit für die Einwohner darstellen, ihre Identifikation mit der Heimatstadt auf diese Weise zum Ausdruck zu bringen.

»Ich glaube wir haben über die Jahre bewiesen, dass wir gern im Kreis Konstanz sind, dass wir auch intensiv dazu beitragen, die Infrastruktur dort zu stärken und auch die Vielfalt im Landkreis Konstanz zu bereichern. Deshalb glaube ich, dass das dieses Argument nicht mehr richtig ernsthaft vertreten werden kann. Deshalb haben wir auch auf Bitten aus der Mitte des Gemeinderates die Vorlage geschrieben und würden gerne den Antrag im Kreis zu gegebener Zeit stellen und das Altkennzeichen STO wiederherzustellen«, stellt Stolz klar.

Dabei habe die Antragstellung eben keine Eile, denn es gebe derzeit coronabedingt wichtigere Dinge zu bewältigen. Aus diesem Grund wird eine Antragstellung nach der Sommerpause favorisiert. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben einstimmig zu.

Wochenblatt @: Graziella Verchio