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Für eine lebendige Entwicklung

Leitbild Tengen
Für eine lebendige Entwicklung der Stadt Tengen, von links: die Gemeinderäte Karlheinz Hofgärtner und Thomas Wezstein, Bürgermeister Marian Schreier und Wolfgang Himmel von der begleitenden Firma Translake in Konstanz. swb-Bild: mu

Leitbildprozess der Stadt Tengen wird kontinuierlich fortgesetzt

Tengen.  Bürgerbeteiligung aktiv leben, das hat sich in Tengen Gemeinderat und Verwaltung auf die Fahnen geschrieben. Und das dies keine leere Worthülse ist, belegte einmal mehr die jährliche Zwischenbilanz zur Weiterentwicklung des städtischen Leitbildes 2030 am Samstag in der Randenhalle.
Ganz entspannt, bei Kaffee und Hefezopf konnten sich die Bürger einen Überblick über die Entwicklung ihrer Stadt und deren Teilorte machen und nahmen das Angebot zum Austausch rege und gerne an.
»Hier erfahren wir, was den Bürgern wichtig ist«, fasste Bürgermeister Marian Schreier zusammen.

Seit 2015 haben sich Bürger, Verwaltung und Gemeinderat auf den Weg gemacht, das Leitbild von Tengen zu entwickeln. Als Grundlage dienten dazu auch eine umfangreiche Haushaltsbefragung sowie Veranstaltungen, bei denen die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger aufgenommen wurden. Mitte 2017 wurde das Leitbild dann vom Gemeinderat beschlossen. Es umfasst sechs Handlungsfelder und besteht aus zwei Teilen: Zum einen aus den Leitlinien der künftigen Stadtentwicklung und zum anderen aus einer Prioritätenliste. Mittlerweile sind manche Vorhaben angestoßen - wie der Bau des neuen Bauhofes, manche wurden bereits umgesetzt - wie der Bürgerempfang zur Stärkung des Ehrenamtes und andere stehen auf der Zeitschiene noch an oder werden vorbereitet - wie das gewünschte Ärztehaus.

Der aktuelle Status der unterschiedlichen Projekte war am Samstag auf Stellwänden markiert, so dass jeder Bürger erkennen konnte, wie sich die Vorhaben entwickeln. Zusätzlich konnten die Besucher weitere Anregungen geben und ihre individuellen Schwerpunkte bewerten.
Für Bürgermeister Marian Schreier ist diese direkte Bürgerbeteiligung ein wichtiges Instrument für die Weiterentwicklung der Stadt mit ihren Teilorten.
Dies gilt auch für die Digitalisierung der Verwaltung und seine jüngsten Vorhaben, der Einführung eines Whats App-Info-Dienstes um schnell zu informieren wenn zum Beispiel eine Straßensperrung ansteht. Auch bei der Planung einer Ortsmitte mit der Erweiterung des Rathauses und des Feuerbereichs können sich die Bürger einbringen.
Projekte, die für Wolfgang Himmel von der begleitenden Firma Translake aus Konstanz, zeigen, dass die Entwicklung fortgesetzt wird und das Leitbild nicht in der Schublade verschwindet. »Es ist wichtig für Bürger und Gemeinderat zu sehen, hier geht was«, ist Himmel überzeugt.
Und die Tengener schätzen diese Möglichkeit der Mitgestaltung, wie das Interesse an der Veranstaltung zeigte. »Wir sehen, was in Tengen geht und können uns daran beteiligen«, sind sich die Geschwister Mark und Simone Zeller einig. Für sie ist die ärztliche Versorgung ebenso wichtig wie mehr Platz für die Feuerwehr. »Schade nur«, bedauern sie, »dass sich so wenig jüngere Leute beim Zukunftsprozess einbringen«.

Auch Ulrich und Beate Ritzi aus Büßlingen loben die direkte Bürgerbeteiligung und die Informationen. »Wenn wir etwas beitragen können, dann tun wir das für eine ausgewogenen Entwicklung in Tengen und den Ortsteilen«. Denn, so Ritzi abschließend: »Es ist schließlich unsere Heimat, da lohnt es, sich einzubringen«.

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha