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»Krippen im Wandel der Zeit« in Berlin

Weihnachtskrippen der Familie Scheller in Berlin zu sehen
Die Weihnachtskrippen der Familie Scheller regen in Berlin zum Nachdenken an. swb-Bild: Ulrich Scheller

Weihnachtskrippen der Krippengestalter-Familie Scheller zu sehen

Engen/Berlin. Krippen aus Engen verkünden Weihnachtsbotschaft in Berlin. In der Vertretung unseres Bundeslandes Baden-Württemberg in Berlin sind derzeit Weihnachtskrippen der Krippengestalter-Familie Scheller aus Engen zu sehen. Unter den neun Kunstwerken sind auch Exponate, die auf noch immer aktuelle Probleme aus der Zeit vor 2018 Jahren hinweisen: »Notunterkunft in einer Baracke von 1974« und die  »Flucht in Kahn von 1963«. Ulrich Scheller und sein Vater Max gestalteten vor 55 Jahren diese eindrucksvolle Darstellung: im letzten Weltkrieg war Max Scheller beim Telfonkabelziehen in den Eis führenden Fluss Dnjepr gestürzt und hat dieses lebensbedrohliches Erlebnis, aus Dankbarkeit für die Errettung, in die einmalige Kastenkrippe einbezogen.

Mit seinen Schülern der 1. Werkrealschulklasse im Kreis Konstanz gestaltete Rektor Ulrich Scheller 1992 im Kunstunterricht die Krippe »Draußen vor der Tür«; damals suchten Menschen eine Bleibe, die auf der Flucht vor den Kriegsereignissen auf dem Balkan waren. Die kleine Version der Krippe des Klosters auf dem Martinsberg zu Pannonhalma, die Ulrich und Urs Scheller 2014 gestaltet haben, schlägt den Bogen in Engens Partnerstadt in Ungarn und zur Frage der Herberge und Notunterkünfte damals und heute. Die »Krippen im Wandel der Zeit« von Max, Ulrich und Urs Scheller zeigen im Schaufenster des Landes Baden-Württemberg in Berlin eine noch lebendige Tradition in Schwarzwald und Hegau mit dem Wunsch, dass stilles Betrachten der Botschaften in den kleinen Kunstwerken unsere christlich-abendländischen Wurzeln aufwerten möge, mit einen nachdenklichen Kontrapunkt zur verkaufsorientierten Dominanz der »Adventszeit« heutzutage. 

Wochenblatt Redakteur @: Graziella Verchio