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Schwäbische Wortkanone kommt nach Stockach

Günther Oettinger
EU-Kommissar und Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger kommt zur Dreikönigssitzung nach Stockach. Der CDU-Mann war 2007 der Beklagte vor dem Narrengericht gewesen.swb-Bild: Wochenblatt/Archiv

Ex-Ministerpräsident Oettinger ist Gastredner bei Dreikönigssitzung des Narrengerichts

Stockach. Früher war die Dreikönigssitzung des Stockacher Narrengerichts als Auftakt und Start in die Fasnetsaison eine ruhige Angelegenheit, die im Nebenzimmer des damaligen Gasthauses »Linde« über die Bühne ging. In den letzten Jahren hat der Beginn der närrischen Zeit immer mehr die Züge eines Staatsaktes angenommen und wurde am neuen Standort im Bürgerhaus »Adler-Post« in der Hauptstraße ständig vergrößert. Für die Dreikönigssitzung am Sonntag, 6. Januar 2019, kündigt Narrenrichter Jürgen Koterzyna einen besonderen Stargast an: Zum sechsten »politisch-närrischen Spätschoppen« wird Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal und ehemaliger baden-württembergischer Ministerpräsident erwartet. Ein weiterer Redner wird und Zirkuspfarrer Adrian Bolzern sein.

Brüssel goes Stockach. Günther Oettinger wird aus der belgischen Hauptstadt anreisen, um als Ehrengast und Redner die Dreikönigssitzung zu bereichern. Ob er dabei auch Englisch sprechen wird, ist bisher noch unbekannt - wäre bei einer närrischen Veranstaltung aber durchaus wünschenswert. Jedenfalls kennt der CDU-Mann die Hans-Kuony-Stadt aus eigener Anschauung: Er musste im Jahr 2007 als Beklagter am »Schmutzigen Dunschdig« vor die hohen, grobgünstigen Schranken treten. Schon damals wusste er mit seiner schwäbischen Wortkanonade zu bestechen. »Den närrischen Part der Veranstaltung wird ein Juwel der humoristischen Fasnacht übernehmen, Adrian Bolzern, Zirkuspfarrer aus Aarau. Beide werden ihre Sichtweisen des Lebens auf närrisch-politische Art aufarbeiten und vortragen«, erklärt Jürgen Koterzyna weiter im Pressetext

Neben Politik und Lebensweisheiten gibt es weitere Programmpunkte auf der Dreikönigssitzung: Das Titelblatt des Narrenbuchs 2019 wird vorgestellt, die aktuelle Ausgabe der Hans-Kuony-Post wird verteilt, und mögliche personelle Veränderungen im Narrengericht werden kundgetan. Ehrungen werden zudem vorgenommen. Und ein Highlight ist alle Jahre wieder die Bekanntgabe des Beklagten 2019.

Weiter werden die üblichen »Verdächtigen« wie der Bundestagabgeordneter Andreas Jung, Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger, Noch-Landrat Frank Hämmerle und Bürgermeister Rainer Stolz und weitere Prominente vertreten sein. Bewährt hat sich zudem die Verleihung der 25-jährigen und 50-jährigen Laufnarrenorden, diesmal durch den neuen Ordensmeister Markus Vollmer im Rahmen der Dreikönigssitzung, da so der Bedeutung dieser Auszeichnungen noch besser Rechnung getragen werden kann. Daneben haben die Gerichtsnarren noch die ein oder andere Überraschung parat. Musikalisch umrahmt von der kleinen Besetzung der Hans-Kuony-Kapelle, sehen die Narren nach eigenen Angaben diesmal einer sehr langen und intensiven glückseligen Fasnacht 2019 entgegen.

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß