Gemeinschaftsunterkünfte bald ausgelastet
Notunterkunft in der Zeppelin-Gewerbeschule in Betrieb genommen

Landrat Zeno Danner (rechts) besuchte die Notunterkunft in der Zeppelin-Gewerbeschule, tauschte sich mit den geflüchteten Ukrainern aus und verschaffte sich ein Bild von der Lage vor Ort.
  • Landrat Zeno Danner (rechts) besuchte die Notunterkunft in der Zeppelin-Gewerbeschule, tauschte sich mit den geflüchteten Ukrainern aus und verschaffte sich ein Bild von der Lage vor Ort.
  • Foto: Landkreis Konstanz
  • hochgeladen von Anja Kurz

Landkreis Konstanz. In der vergangenen Woche wurde die Notunterkunft in der Sporthalle der Zeppelin-Gewerbeschule erstmals mit 34 Geflüchteten aus der Ukraine belegt, am gestrigen Mittwoch kamen weitere zwölf hinzu. Landrat Zeno Danner besuchte die Unterkunft, tauschte sich mit den Ukrainern aus und verschaffte sich ein Bild von der Lage vor Ort.

Circa 2.250 Geflüchtete aus der Ukraine fanden im Landkreis Konstanz bislang Schutz vor Putins Krieg. Davon leben derzeit rund 430 Personen in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises, alle weiteren konnten privat oder durch die Kommunen untergebracht werden. Insgesamt stehen in den Gemeinschaftsunterkünften 1.100 Plätze zur Verfügung, 1.095 davon sind derzeit belegt, wurde nun aktualisiert bekannt gegeben.

Um auf die erwartet hohe Anzahl an Flüchtenden aus der Ukraine vorbereitet zu sein, hat der Landkreis mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks Notunterkünfte in den Hallen der Zeppelin-Gewerbeschule in Konstanz und der Mettnau-Schule in Radolfzell eingerichtet – was einem Plus von 360 Plätzen entspricht.
Landrat Zeno Danner: »Ich bin froh, dass wir mit den schon vorbereiteten zusätzlichen Plätzen Menschen in Not helfen können. Ich danke allen Beteiligten – den Mitarbeitenden des Landratsamtes, den Freiwilligen des Technischen Hilfswerks, den Ehrenamtlichen der Helfervereine, den Schulleitungen und vielen mehr – für ihr großes Engagement und die Unterstützung bei dieser herausfordernden Aufgabe.«

Am 12. Mai wurde die Konstanzer Halle mit 34 Personen erstmals belegt, so die Meldung der Pressestelle, am gestrigen Mittwoch kamen weitere zwölf hinzu. Mit der Unterstützung eines Übersetzers erläuterte Landrat Danner im Gespräch mit den Geflüchteten: »Der Aufenthalt hier in der Halle ist lediglich als Übergangslösung gedacht, bis Sie in den Gemeinden oder bei Privatpersonen eine neue Bleibe finden.«

Vor Ort werden die Flüchtlinge von Mitarbeitenden des Amtes für Migration und Integration sowie Sozialarbeitern betreut. Mit Hochdruck arbeitet der Landkreis daran, neue Standorte zu ertüchtigen und sucht auch nach Ersatz für die Kreissporthallen, damit dort der Schul- und Vereinssport wie gewohnt stattfinden kann.
Das Landratsamt bittet darum, von Sachspenden abzusehen und sich bei den Helfervereinen über benötigte Spenden zu informieren. Nur so ist eine bedarfsorientierte Hilfe gewährleistet, die auch bei den Geflüchteten ankommt.

Informationen zum Vorgehen bei Privataufnahmen und zu vielen weiteren Themen gibt es unter www.LRAKN.de/ukraine
Die Seite steht auch auf Ukrainisch und Russisch zur Verfügung.

Autor:

Presseinfo aus Singen

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