Info-Bildschirme sollen Schaukästen ersetzen
Radolfzell will Digitalisierung auf die Straße bringen
- Die Digitalen Informationstafeln sollen am Radolfzeller Bahnhof und in der Sankt Johannes Straße errichtet werden und Passantinnen und Passanten über Veranstaltungen, Kulturangebote oder Hitzewarnungen informieren.
- Foto: Eron Metolli
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Radolfzell. Wer hin und wieder in Radolfzell unterwegs ist, wird sie kennen: große Plakatschaukästen, in denen Passanten Informationen zu Veranstaltungen und Kulturangeboten der Stadt erhalten können. Der Radolfzeller Gemeinderat möchte dieses Fußgängerleitsystem nun erweitern und modernisieren.
Dazu stellte Regina Wassenberg, Leiterin der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, am 9. Juli dem Verwaltungs- und Finanzausschuss ihren Plan vor: Es sollen an zwei Standorten „Digitale Stelen“ entstehen. Solche Stelen wird jeder und jede schon mal in anderen Städten gesehen haben: etwa zwei Meter hoch, ein Meter breit ragen diese schmalen, modernen Kästen in die Luft. Versehen mit einem 55-Zoll-Bildschirm auf jeder Seite laufen dort Informationen zu Veranstaltungen, Kulturangeboten, Hitzewarnungen und andere relevante Informationen im wechsel durch.
Bei der Sitzung des Ausschusses ging es vor allem um die Standorte der Stelen. Wichtig war hier einerseits, dass möglichst viele Menschen an den digitalen Tafeln vorbeikommen und andererseits, dass der Altstadt-Charakter Radolfzells gewahrt wird. So soll eine der beiden Stelen direkt beim Bahnhof nahe dem Zebrastreifen installiert werden. Der Standort sei gerade für Touristen und Bürger attraktiv, die mit der Bahn reisen oder durch die Unterführung zum See gelangen wollen, so Wassenberg. Die andere Stele wird in der Sankt Johannes Straße platziert. Hier würden gerade Besucher und Bürger profitieren, die sich zwischen dem Seemaxx-Outlet-Center und der Altstadt bewegen. Beide Standorte werden an schattigen Stellen installiert, um auch ein längeres Verweilen an den Stelen zu ermöglichen.
Die digitalen Tafeln seien Robust und sicher vor Vandalismus, versichert Wassenberg den Ausschussmitgliedern. Mit einem speziellen Pulver beschichtet, hafte beispielsweise Farbe aus Spraydosen nur schlecht an den Stelen und lasse sich leicht entfernen. Außerdem habe man auf Nachhaltigkeitsaspekte geachtet: bei guten Lichtverhältnissen reguliere sich die Helligkeit des Bildschirms entsprechend runter, um Strom zu sparen. Nachts würden die Bildschirme ganz abgeschaltet. Finanzpolitisch relevant: die Stelen werden durch ein Landesförderprogramm finanziert uns für die Inhalte der Tafel wird sich eine bereits bestehende Mitarbeiterin der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH kümmern.
Der Verwaltungs- und Finanzausschuss stimmte den Standorten einstimmig zu. Somit kann nach einer dreimonatigen Lieferzeit mit der Bauphase begonnen werden.
Eron Metolli
Autor:Redaktion aus Singen |