Das »Wort des Jahres« soll ermutigend nach vorne zeigen
In ein hoffentlich gutes Jahr

Wort des Jahres hoffentlich
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  • hochgeladen von Ute Mucha

Landkreis Konstanz. Nach einem einigermaßen turbulenten Jahr, von dem aus die meisten wohl eher vorsichtig ins neue Jahr hinüberschauen, haben wir uns entschlossen, dass wir, das gesamte Wochenblatt-Team, intern ein »Wort des Jahres« wählen wollen.
Dieses Wort sehen Sie nun hier und wie sich das gehört, wollen wir unsere Wahl begründen. Hoffentlich.
Wer ein »hoffentlich« hat, weiß, was ihr oder ihm wichtig ist. Wer in diesen Zeiten kein »hoffentlich« mehr hat, hat aufgegeben. Und aufgeben, das sollten wir nicht. Wer ein »hoffentlich« hat, der hat genug Energie, die eigene Trägheit zu überwinden, zu lernen, neu zu denken, sich für etwas einzusetzen.
Denn neu denken werden wir in diesen turbulenten Zeiten lernen müssen. Wir werden einige Schalter umlegen und uns von der sicheren Komfortzone von früher verabschieden müssen. Wir werden unbequem denken und vielleicht auch Schritte in eine andere Richtung wagen. Und dies hoffentlich mit offenen Augen und Herzen und nach vorne gerichtet. Denn dort spielt die Musik, auch wenn derzeit eher Dissonanzen erklingen.
Ohne diesen unerlässlichen Hoffnungsschimmer am Horizont, dass es besser wird, lässt sich keine Krise überstehen, kämen wir wohl kaum durch das dunkle Tal der Pandemie. Denn ein weiteres geflügeltes Wort heißt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Was dazwischen alles verloren geht, lastet aber schwer auf dem »hoffentlich wird es besser«.
Ausschließlich nach dem Prinzip Hoffnung zu leben, ist langfristig allerdings wenig erquickend. Denn das hoffnungsvoll angestrebte Ziel sollte auch erreichbar sein. Das schließt unser »hoffentlich« ein.
Ein »hoffentlich«, das in unserer Auslotung zum Wort des Jahres das Rennen machte und seine Konkurrenz fast mühelos hinter sich ließ. Zwar sind auch »Lernresistenz«, »Maßnahme« und »Ersatzbank« Begriffe, die für die zurückliegenden Monate eine tragende Bedeutung haben. Doch sie umfassen ebenso wie »bedingt«, »machbar«, »eigentlich«, »lehrreich«, »dankbar« und die Wortschöpfung »wenn-aber-vielleicht« vorrangig das Gewesene und lassen den Blick nach vorne vermissen. Ohne ihn würden wir aber verharren bis der letzte Hoffnungsfunken verglimmt. Damit das nicht passiert, werden Sie hoffentlich diese letzten Tage des Jahres nicht mit Hadern und Klagen verbringen, sondern sich an die Momente und Erfahrungen erinnern, die Sie auch in dieser dunklen Zeit weitergebracht haben, um daraus Kraft und Mut zu schöpfen, dass wir hoffentlich bald wieder eine Lebensform finden, die zeigt, dass unser »hoffentlich« sein Ziel erreicht hat und das Leben wieder ein wenig leichter, wenn schon nicht einfacher macht. Weitere Gedanken zum Jahreswechsel und Rückblicke auf das Jahr 2021 werden Ihnen hoffentlich weitere Impulse und Anregungen zwischen den Jahren geben; zum Beispiel in unsere Zeitzeichen und den Rückblicken.

Ute Mucha / Anatol Hennig

Autor:

Ute Mucha aus Moos

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