Neuer Schub soll Fortschritte bringen
Solaroffensive für die Energiewende

Mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern im Landkreis wird gefordert.
  • Mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern im Landkreis wird gefordert.
  • Foto: swb-Bild: Archiv
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Landkreis Konstanz. Landkreis, Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) und der Badische Landwirtschaftliche Haupt­verband (BLHV) rufen zum Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Dach­flächen im Landkreis auf.

In zwei gemeinsamen Schreiben rufen Landrat Zeno Danner, die Präsiden­ten von IHK und HWK, Thomas Conrady und Werner Rottler, sowie die KreisvorständeKonstanz und Stockach des BLHV, Stefan Leichenauer und Andreas Deyer, zur verstärkten Nutzung aller Dachflächen im Landkreis für die Energiegewinnung durch Photovoltaik auf. „Eine der größten Herausfor­derungen unserer Zeit ist die Sicherstellung einer unabhängigen und nach­haltigen Energieversorgung“, heißt es in den Schreiben und weiter:

„Wir müssen die Energiewende beschleunigen, und das geht nur, wenn alle aktiv werden.“

Der Schwerpunkt beim Ausbau unabhängiger und regenerativer Stromer­zeugungskapazitäten liegt in unserem Landkreis in der Nutzung der Sonnen­energie durch Photovoltaik. Der Zuwachs an Freiflächenanlagen und Dach­anlagen ist auch vielerorts schon sichtbar. Viele Unternehmen, landwirt­schaftliche Betriebe und private Hauseigentümer gehen aktiv voran und nutzen ihr Potential. Um den Strombedarf künftig vollständig aus regenera­tiven Energien sicher zu decken, muss jedoch noch etwa das fünffache an Energieleistung erbracht werden.

„Wir leben in einer Sonnenreichen Region und sollten diese Energiequelle für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung unbedingt ausnutzen“, sagt Landrat Zeno Danner und fügt hinzu, „gerade die Dachflächen bieten sich an: Hier hat man keinen zusätzlichen Flächenverbrauch und keinen hohen Planungsaufwand.“ IHK-Präsident Thomas Conrady ergänzt: „Kaum eine geeignete Fläche ist zu klein – das Geheimnis des Erfolges liegt nicht in der Größe, sondern in der Vielzahl einzelner Engagements!“ Gerd Burkert, Geschäftsführer der gemeinnützigen Energieagentur Kreis Konstanz bestä­tigt: „Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Dachflächen für eine PV-Anlage geeignet. Auch für Parkplätze gibt es immer innovativere Lösungen, um diese schon versiegelten Flächen zur Energiegewinnung zu nutzen.“

Um die Energiewende in die Umsetzung zu bringen, braucht es neben den Flächen eine starke Handwerkerschaft. So betont Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz: „Das Handwerk ist zentraler Akteur bei der Umsetzung der Energiewende. Im Rahmen der Solaroffensive bringt sich der Wirtschaftszweig gerne mit seiner Expertise ein, sowohl beratend als auch bei der Installation und Wartung von PV-Anlagen vor Ort beim Kunden. Der Ausbau der Solarenergie ist eine große Zukunftsaufgabe, für die wir verlässliche und nachhaltige Förderprogramme, vor allem aber auch die notwendigen personellen Ressourcen benötigen. Diese Herausforderun­gen müssen wir gemeinsam angehen, um die Solaroffensive in der Region zügig zum Erfolg zu führen.“

Für die Landwirtschaft ergänzt Stefan Leichenauer, Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz des BLHV: „Wir Landwirte sind nicht nur mit nachhaltiger Produktion von Lebensmitteln, sondern auch mit der Produktion von Ökostrom eine wichtige Säule im ländlichen Raum.“

Auch das Landratsamt ist sich seiner Vorbildwirkung bewusst und macht bei der Solaroffensive aktiv mit. Dieses Jahr sieht der Kreishaushalt ein Budget von 750.000 Euro für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Kreislie­genschaften vor. Ziel ist es, bis Ende 2024 alle Liegenschaften weitestge­hend mit Photovoltaikanlagen ausgestattet zu haben. Auf den Liegenschaf­ten des Landkreises werden durch eigene PV-Anlagen und Anlagen auf vermieteten Flächen schon heute insgesamt rund 6.700.000 kWh Strom erzeugt. Zudem bezieht die Landkreisverwaltung schon seit vielen Jahren ausschließlich TÜV-zertifizierten Ökostrom.

Autor:

Ute Mucha aus Moos

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