Unwetter verwüstet Singener Umfeld
Extremwetter sorgt für Schäden und Ausfall der Bohlinger Sichelhenke - was nun zu beachten ist

Heftige Windböen und Starkregen ziehen wie, links in der Kernstadt über Singen auf. In Stadteilen, wie in der Südstadt, wie in der Bildmitte zu sehen, sorgte das Unwetter für große Schäden und umgestürzte Bäume. Die Feuerwehr Singen ist bereits mit Aufräumarbeiten beschäftigt, wie rechts zu sehen ist.   | Foto: Sebastian Ridder/Privat/Feuerwehr Singen
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  • Heftige Windböen und Starkregen ziehen wie, links in der Kernstadt über Singen auf. In Stadteilen, wie in der Südstadt, wie in der Bildmitte zu sehen, sorgte das Unwetter für große Schäden und umgestürzte Bäume. Die Feuerwehr Singen ist bereits mit Aufräumarbeiten beschäftigt, wie rechts zu sehen ist.
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Singen/Kreis Konstanz. Starkregen, Gewitter und Stürme verwüsteten das Gebiet um Singen heute Morgen. Bei der Singener Feuerwehr herrscht eine große Schadenslage, wie Kommandant Mario Dutzi dem WOCHENBLATT mitteilte. Besonders betroffen sei unter anderem der Singener Stadtteil Bohlingen. So sehr, dass schon klar ist, dass die Eröffnung der Bohlinger Sichelhenke ausfallen wird. Doch auch weitere Stadtteile sind betroffen. Dutzi erklärt, was Anwohner und Autofahrer nun beachten müssen. 

Drei Stadtteile besonders betroffen - Dutzi warnt vor Autofahrten

Es schien auf einmal Nacht zu sein, um 10 Uhr heute Morgen in Singen. Um die Uhrzeit zogen Wolken, Gewitter und Starkregen auf, die für Wasserschäden, umgestürzte Bäume und unklare Sichtfelder sorgten. Die Feuerwehr Singen ist mit ihren Unterabteilungen derzeit im Einsatz, um Schäden einzugrenzen und festzustellen. Laut dem Kommandanten Mario Dutzi seien Überlingen am Ried, Bohlingen und die Südstadt Singen besonders davon betroffen. Die Kern- und Nordstadt in Singen weise hingegen vergleichsweise kleinere Schäden derzeit auf. 

Bei den Schäden handele es sich um Schäden an Häuser, Zelten, Zufahrtswegen zu Orten sowie Wasserschäden. Auch weiterhin müsse zudem mit herunterstürzenden Ziegeln und Ästen von Bäumen in den betroffenen Gebieten gerechnet werden. Mario Dutzi warnt deshalb aktuell davor nach Bohlingen zu fahren und empfiehlt jedem Autofahrer, der nicht dort hin muss, Fahrten nicht zu machen oder den Stadtteil zu umgehen. Die Ortschaft sei derzeit nicht befahrbar. Weiter erklärt Dutzi, dass die Feuerwehr gerade dabei sei, unter anderem auf Anwohner in Bohlingen zuzugehen, um Schäden und Probleme festzustellen und zu beheben. 

Eröffnung der Bohlinger Sichelhenke ist abgesagt

Die Schäden haben bereits auch dafür gesorgt, dass die Veranstalter der Bohlinger Sichelhenke die Eröffnung des Festes heute Abend absagen mussten. Wie die Vorsitzende des Musikvereins Bohlingen, Heike Erb, erklärt, sei der Schaden an dem Festgelände noch unklar. Klar sei wiederum aber, dass die Eröffnung nicht stattfinden kann. Ob das auch für die weiteren Veranstaltungstage der Sichelhenke gilt, wird sich im Verlauf des Tages zeigen.

Feuerwehr Radolfzell im Dauereinsatz

Einiges zu tun hatte auch die Feuerwehr Radolfzell. Im Stadtgebiet und den Ortsteilen kam es demnach ab etwa 10.30 Uhr zu insgesamt 74 Einsätzen. Die Einsatzschwerpunkte lagen dabei laut Feuerwehr in der Kernstadt Radolfzell sowie im Ortsteil Böhringen.

Der Großteil der Einsätze habe umgestürzte Bäume sowie Bäume, die auf Gebäude gestürzt waren, betroffen. Dabei habe es sich auffalend oft um große und massive Bäume gehandelt, die Schäden verursacht haben und entsprechend auffändig zu beseistigen waren. Darüber hinaus mussten vereinzelt beschädigte Dächer gesichert sowie Wassereintritte in Kellern abgearbeitet werden.

Zusätzlich zu den sturmbedingten Einsätzen kam es zu zwei Brandalarmen, so die Feuerwehr weiter. In einem Fall löste eine automatische Brandmeldeanlage in einem Gewerbebetrieb aus. Daneben wurde eine Rauchentwicklung an einem Strommast gemeldet, auf den ein Baum gestürzt war. Die Feuerwehr kontrollierte die betroffenen Bereiche und leiteten die erforderlichen Maßnahmen ein.

Zur Bewältigung der umfangreichen Einsatzlage waren demnach sämtliche Abteilungen der Feuerwehr Radolfzell im Einsatz. Unterstützung erfolgte durch das Technische Hilfswerk (THW) Radolfzell sowie die Feuerwehr Allensbach mit ihrer Drehleiter. Ebenfalls eingebunden waren die Technischen Betriebe der Stadt Radolfzell. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte an der Bewältigung der Unwetterlage beteiligt.

Autor:

Sebastian Ridder aus Konstanz

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