Zahl der Geflüchteten steigt noch stärker an
Landkreis belegt nun auch Uhlandhalle und Sporthalle des BSZ Stockach

Ein Blick in die Notunterkunft in der Radolfzeller Mettnauhalle. So sieht es nun auch in der Uhlandhalle in Singen und in der Halle des BSZ Stockach aus. | Foto: Fiedler/ Archiv
  • Ein Blick in die Notunterkunft in der Radolfzeller Mettnauhalle. So sieht es nun auch in der Uhlandhalle in Singen und in der Halle des BSZ Stockach aus.
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Kreis Konstanz, Da der Zustrom von ukrainischen Geflüchteten weiterhin hoch ist, müssen zusätzliche Plätze für die Notunterbringung geschaffen werden, teilte das Landratsamt am Montag mit. Die Kreissporthalle Wessenberg in Konstganz wurde nun bereits Anfang Sep­tember belegt, zwei weitere Hallen in Stockach am BSZ und Singen die Uhlandhalle an der Hohentwiel-Gewerbeschule wurden für die Unterbringung nun vorbereitet und können für den Vereinssport nicht mehr genutzt werden.

Derzeit befinden sich laut Landratsamt 3069 ukrainische Geflüchtete offiziell im Landkreis Konstanz, 1015 davon fanden in den Unterkünften des Land­kreises eine vorübergehende Bleibe. Von den 1820 vorhandenen Plätzen in den Hallen und Gemeinschaftsunterkünften sind 1700 mit Stand Montag belegt.
Aktuell sei pro Woche mit einem Zugang von circa 130 Geflüchteten zu rechnen, weshalb der Landkreis auf weitere Hallen zurückgreifen muss.

Bereits am 12. Mai zogen Geflüchtete in die Notunterkunft in der Sporthalle der Zeppelin-Gewerbe­schule in Konstanz ein. Am 21. Juni erfolgte die Bele­gung der Mettnau-Halle in Radolfzell, am 11. August folgte die Kreissport­halle in Singen. Seit 1. Septem­ber sind inzwischen 101 Personen in der Kreissporthalle Wessenberg in Konstanz unterge­bracht.

Am vergangenen Wochenende bereitete das Technische Hilfswerk die Uhlandhalle in Singen und die Sporthalle des Berufsschulzentrums in Stockach für die Ankunft weiterer Geflüchteter vor. Die Belegung der bei­den Hallen erfolgt voraussichtlich zeitnah im September, wurde angekündigt. Alle diese Notunter­künfte sind für 180 Personen ausgelegt.

Der Aufenthalt in den Notunterkünften sei lediglich als Übergangs­lösung gedacht, bis die Geflüchteten in den Gemeinden oder bei Privatpersonen unterkommen. Vor Ort werden die Flüchtlinge von Mitarbeitenden des Amtes für Migra­tion und Integration sowie So­zialarbeitern betreut.

Das Landratsamt bittet darum, von Sachspenden abzusehen und sich bei den lokalen Helfervereinen (InSi in Singen, die »Kulturbrücke« in Stockach) über benötigte Spenden zu informieren. Nur so sei eine bedarfsorientierte Hilfe gewährleistet, die auch bei den Geflüchteten an­komme.
Informationen zum Vorgehen bei Privataufnahmen und zu vielen weiteren Themen gibt es unter www.LRAKN.de/ukraine. Die Seite steht auch auf Ukrainisch und Russisch zur Verfügung. Informationen gibt es auch in den Rathäusern der jeweiligen Gemeinden.

Autor:

Presseinfo aus Singen

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