Das ist der neue Stiftungsvorsitzende
Alfred Thönes möchte das Ehrenamt untersützen und gestalten
- Alfred Thönes in seinem Garten in Stockach. Seit rund 30 Jahren lebt er hier. Seine Frau lernte er in Hohenfells kennen.
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Stockach. Alfred Thönes ist motiviert. Nach sechs Jahren Vorsitz, löste er im April den Vorsitzenden der Bürgerstiftung Stockach, Wolgang Kammerlander ab. Auch wenn die Budgets der Stiftung für dieses Jahr verplant sind, will der 59-Jährige Verantwortung übernehmen und gestalten. Eigene Ideen hat er auch bereits, wie er dem WOCHENBLATT berichtete, dabei hatte er nur vier Wochen zum Überlegen.
Das motiviert Alfred Thönes
Alfred Thönes ist neu in der Bürgerstiftung, doch mit den Leuten dort bestens vertraut. Der ausgebildete Bilanzbuchhalter und Geschäftsführer der Fidel Dreher GmbH wohnt nämlich bereits sei 30 Jahren in Stockach und ist über den Lions Club Stockach und den Old Table Stockach-Überlingen bestens vernetzt. Seine zwei Kinder sind in Stockach zum Fußball, in die Zünfte und Musikvereine gegangen. "Ich habe den bewussteren Teil meines Lebens hier verbracht", so Thönes. Der gebürtige Celler, Niedersachsen, möchte nun in der Stadt seiner Familie die Unterstützung des Ehrenamtes und der Stadtgesellschaft als Vorsitzender der Bürgerstiftung Stockach mitgestalten.
Der 59-Jährige habe lange beobachtet, was die Bürgerstiftung macht. Vor etwa vier Wochen habe ihn der Vorsitzende des Stiftungsrats, Wolfgang Reuther, gefragt, ob er den Vorsitz der Stiftung übernehmen möchte. Thönes habe Verantwortung übernehmen wollen und sei deshalb vorher noch nicht in der Bürgerstiftung aktiv gewesen. Für sein neues Ehrenamt sieht er sich als erfahrener Geschäftsführer gewappnet. Thönes habe Respekt vor seinen Aufgaben aber keine Angst. "Ich will den Spendern und Stiftern gerecht werden", so Thönes, "da hab ich schon Respekt vor."
2026 ist verplant, doch Thönes hat langfristige Ideen
Der neue Vorsitzende möchte in seiner Funktion Kapital und Ideen für Engagement in Stockach zusammenbringen. "Das Ehrenamt ist die Zielgruppe", so Thönes. Die Budgets für 2026 seien aber schon größtenteils verplant. Zudem müsse sich laut Thönes der neue Vorstand in Sachen Aufgaben erst noch finden. Er selbst wolle am liebsten Finanzthemen wie Anlagestrategie oder Bilanzierungen übernehmen und an der strategischen Ausrichtung beteiligt sein.
Doch Thönes hat auch bereits Ideen für Projekte. Er würde gerne einen Blaulichttag einführen, bei dem Feuerwehren eine gemeinsame Übung abhalten, Musikvereine für Unterhaltung sorgen können und über die Bewirtung einnahmen generiert werden. Darüber hinaus möchte er die Aktions Sozialgenial an Schulen fördern, um jungen Menschen ehrenamtliche Tätigkeiten näherzubringen, sowie Senioren bei der Digitalisierung unterstützen. "Man kann eine Gemeinschaft lebenswerter machen, wenn Leute Verantwortung übernehmen.
Doch Thönes möchte nicht mit der Gießkanne Geschenke verteilen, sondern Ehrenämter bei der Selbsthilfe unterstützen und auch die Finanzen der Bürgerstiftung nicht aus den Augen lassen. Die Fördermenge aus dem letzten Jahr von rund 100.000 Euro zu halten werde laut ihm aber schwieriger durch die derzeitigen Unsicherheiten des Irankriegs, doch Thönes bleibt optimistisch. 100.000 Euro wollen wir schon halten. Das werden wir schon hinkriegen."
Autor:Sebastian Ridder aus Konstanz |