Sparkasse Stockach mit Änderungen und neuen Zahlen
Die Renaissance des Sparbuchs

Foto: Michael Grüninger und Thomas Lorenz vom Vorstand der Sparkasse Stockach zogen eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres.swb-Bild: Weiß
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Stockach (sw). Das gute, alte Sparbuch ist nicht tot. Im Gegenteil. Es erlebt eine Renaissance, betonte Michael Grüninger vom Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Stockach. Bundesweit würden 78 Prozent der Deutschen ein Sparkonto haben, und die Zahl der Kundeneinlagen an seinem Institut ist 2012 um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Trotz extrem niedrigem Zinsniveau. Das wird in den nächsten beiden Jahren wohl auch nicht ansteigen, so der Experte. Krisenherde, auch in Malta und Zypern, würden für eine passive Geldpolitik der Notenbank sorgen und so die Zinsen weiter nach unten drücken.

Beruhigen konnte er die Kunden aber mit Blick auf Abgaben auf Sparguthaben. Ähnliche Entwicklungen wie in Zypern seien nicht zu befürchten: Es bestehe eine Einlagesicherung bis zu 100.000 Euro, und ab dieser Summe würde die Institutssicherung greifen. Alle etwa 400 Sparkassen in Deutschland würden einspringen, wenn eine Filiale in Schwierigkeiten geraten würde.

Schwierigkeiten sieht Michael Grüninger aber für das Stockacher Geldinstitut nicht. Denn trotz behördlicher Regulierungswut etwa durch »Basel III« sei seine Bank gut aufgestellt. In Zahlen: Die Bilanzsumme ist von 504,5 Millionen Euro 2011 auf 545,4 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen, die Kundenkredite nahmen von 326,5 auf 338,9 Millionen Euro zu, und die Kundeneinlagen kletterten von 293,1 auf 316,1 Millionen Euro an.

Vorstandsmitglied Thomas Lorenz ergänzte, dass die Sparkasse Stockach zehn Existenzgründungen mit der Schaffung von 17 neuen Arbeitsplätzen unterstützt habe. Dabei werde versucht, staatliche Fördermittel zu vermitteln - im Vorjahr gelang dies mit neun Millionen Krediten beim Gewerbe und zwei Millionen im wohnwirtschaftlichen Bereich. Die Sparkasse selbst vergab 180,2 Millionen Euro Kredite an Unternehmen und Selbstständige, 136,7 Millionen an Private.

Die Zahl der Mitarbeiter des Geldinstituts ist mit 106 konstant geblieben, zehn junge Menschen befinden sich in Ausbildung. Steuern wurden im Vorjahr 1,1 Millionen Euro bezahlt, gegenüber einer Million 2011. Und auch für soziales Engagement macht sich die Sparkasse stark - hier gab sie 51.000 Euro aus. 2011 waren es noch 45.000 Euro gewesen.

Die Sparkasse hat in der Verwaltungsgemeinschaft Stockach mit Orsingen-Nenzingen, Eigeltingen, Wahlwies, Mühlilngen, Ludwigshafen, Zizenhausen und zwei Filialen in Stockach acht Geschäftsstellen. Es seien keine Schließungen geplant, betonte Michael Grüninger, doch grundsätzlich müssten die Filialen aus betriebswirtschaftlicher Sicht immer auf den Prüfstand gestellt werden. Das Kundenverhalten würde sich verändern, vor allem junge Kunden würden auf das Smartphone ausweichen, und viele Bankgeschäfte würden online erledigt. Daher habe die Kundenfrequenz in den Geschäftsstellen nachgelassen. So seien die Beratungszeiten ausgedehnt und die Schalterzeiten verändert worden.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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