Motivation und mehr beim »Karrieretag«: »Ihr MACHT eure Zukunft« unter Moderation von Anatol Hennig
Ein Smiley allein reicht nicht

Diskussion KAT  | Foto: »Ihr MACHT eure Zukunft«: Podiumsdiskussion mit WOCHENBLATT-Verlagsleiter Anatol Hennig als Moderator, Kreishandwerksmeister Hansjörg Blender, Ausbildungsbotschafterin Olivia Späth, Kreis-Gesamtelternbeiratsvorsitzender Daniela Aberle-Heine, BSZ-Schulleit
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Stockach. Nicht machen lassen. Selbst machen! Nicht gleichgültig sein. Selbst anpacken! Nicht daneben stehen. Selbst dabei sein! Das waren drei der wichtigsten Botschaften der Podiumsdiskussion »Ihr MACHT eure Zukunft«, die im Rahmen des »Karrieretags« am Stockacher Berufsschulzentrum (BSZ) Motivation, Berufsorientierung, Start in Ausbildung oder Studium und Karriere-Zukunftsfragen thematisierte. Unter der Leitung von WOCHENBLATT-Verlagsleiter Anatol Hennig spannten die Diskutierenden, Unternehmer, Schüler, Arbeitnehmer, Eltern und Vertreter von Kammern, einen breiten Bogen von Anforderungen im Betrieb, Erwartungen der Jugendlichen und Informationsbeschaffung über die Beteiligung der Eltern bis hin zum Zusammenhang zwischen Einkommenshöhe und Work-Life-Balance.

Frühes Aufstehen, Smileys mit dem Gesicht nach unten, der hohe Anteil administrativer Tätigkeiten oder Leute mit negativer Grundstimmung - die genannten Gründe für Demotivation waren so vielfältig wie die Diskussionsteilnehmer auf dem Podium. Sie wussten allerdings auch zu motivieren. Kreishandwerksmeister Hansjörg Blender wies auf den prägenden Einfluss der Eltern bei der Berufsfindung hin: Azubis, deren Eltern bei der abschließenden Freisprechungsfeier anwesend seien, würden einen besseren Abschluss erzielen. Hilfe beim Durchhalten zu geben, da zu sein, hinter dem Jugendlichen zu stehen, gemeinsam Lösungen zu finden - das sei der Part von Vätern und Müttern. Ergänzend dazu hob der Stockacher Unternehmer Gerd Wurst aber auch den Eigenanteil der Jugendlichen hervor: Das ganze Leben, auch das berufliche, sei eine Holschuld. Jeder müsse rausgehen und sich mit anderen austauschen. Seine Mitarbeiter müssten »Wurst-Leute« mit einer hohen Identifikation zum Betrieb sein.

Geht nicht immer so einfach. Eloquent, eindrucksvoll, mitreißend sprach Marco Deutschmann von seinem Weg vom wegen Drogenhandels verurteilten Straftäter über das nachgemachte Abitur in der Justizvollzugsanstalt bis hin zum Motivationstrainer. Sein Vorbild sei der Dalai Lama: »Wenn ich möchte, dass man gut zu mir ist, muss ich auch gut zu anderen sein.« Ganz im Sinne von Hansjörg Blender, der die Verantwortung von Arbeitgebern hervorhob - sie müssten sich um ihre Mitarbeitenden kümmern. Stimmt. Allerdings, so die Gesamtelternbeiratsvorsitzende im Landkreis Konstanz, Daniela Aberle-Heine, scheitere dieses Sich-Kümmern oft an der Zeit. Die nimmt sich Olivia Späth, angehende Bürokauffrau, sehr gerne. Sie ist Ausbildungsbotschafterin und hilft Jugendlichen bei der Berufsfindung. Ihr Kritikpunkt: An den allgemein bildenden Gymnasien sei die Informationslage zur beruflichen Zukunft eher dürftig.

Die Informationsfülle der Podiumsdiskussion im Rahmen des BSZ-»Karrieretags« war dagegen hoch. Julian Kirschmann, der smarte, clevere Schulsprecher des BSZ, jedenfalls hat‘s verstanden. Immer wieder war während der Debatte auf »Teamfähigkeit« hingewiesen worden. Was im Berufsleben wichtig sei, fragte ihn Moderator Hennig. Julian Kirschmanns unschlagbare Antwort: »Teamfähigkeit«

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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