»Möbel Stumpp« plant Neubau an Stelle von »Haus 2«
»Gateway« als Tor in eine neue Zeit

Foto: Stellten das geplante »Gateway«-Projekt von »Möbel Stumpp«: Architekt Alexander Papaioannou, Carsten Kipper von der Firma »Vollack«, Günter Dick von der Möbel Dick-Gruppe und Geschäftsführer Horst Rudy.swb-Bild: Weiß
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Stockach (sw). »Möbel Stumpp« in Stockach möchte Sortimentspräsentation, Firmengebäude und Erscheinungsbild neu »aufmöbeln«: Das bisherige »Haus 2« an der Ecke von Radolfzeller und Industriestraße soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, gab Günter Dick, Geschäftsführer der Möbel Dick-Gruppe, im Rahmen eines Pressegesprächs bekannt. Das neue zweigeschossige Gebäude mit einer Gesamtverkaufsfläche von etwa 9.000 Quadratmetern soll durch einen überdachten, ebenerdigen Verbindungsgang mit dem »Jungen Wohnen« auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbunden werden – »Gateway« wird das Bauvorhaben deswegen genannt. Baubeginn soll im Sommer sein, und Geschäftsführer Horst Rudy hofft auf eine Fertigstellung bis Ende 2014. Bei Fragen nach den Kosten hielt sich Günter Dick bedeckt: Es sei die größte Investition in der Geschichte des Hauses Stumpp, und die Ausgaben bewegten sich im »höheren, einstelligen Millionenbereich«. Im Neubau sollen zehn bis 15 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Planungsausschuss des Stockacher Gemeinderats gab dem Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einstimmig seinen Segen.

Geplant ist laut Carsten Kipper von der mit der Planung und Ausführung beauftragten Firma »Vollack« ein Bau mit zwei Vollgeschossen und einem Obergeschoss, der aus zwei Baukörpern besteht. Als besonderer »Clou« schiebt sich markant ein blauer Baukörper in Richtung Bundesstraße nach vorne. Dieser klar vom Restgebäude abgetrennte Riegel soll als Aktionsfläche und zur Präsentation von saisonalen Produkten wie Gartenmöbeln genutzt werden, während im Erdgeschoss des Neubaus das Wohnsortiment und im Obergeschoss Schlafzimmer und weiteres Sortiment präsentiert werden. In dem Neubau soll auch das bisher im »Haus 1« Gezeigte ausgestellt werden. Das bisherige »Haus I« wird daher einer anderen, bisher noch nicht festgelegten Verwendung zugeführt, doch das »Junge Wohnen« soll in seiner jetzigen Form erhalten bleiben.

Der Neubau soll sich laut Carsten Kipper in zwei Baukörper gliedern: Der erste, nördliche Trakt greift in Lage und Ausrichtung das bisherige »Haus 2« auf, während sich der zweite, südliche Teil an der Alemannenstraße orientiert: »Verbunden werden diese über die zentrale Erschließungsachse, die als »Gateway« in Form einer Überdachung das Junge Wohnen »in« städtebaulich mit anbindet.« Der nördliche Baukörper soll eine Länge von 47 Metern, eine Breite von 41 Metern, eine Höhe von 12,25 Metern und an der Stelle des »Riegels« eine Höhe von 16,50 Metern aufweisen. Der südliche Abschnitt ist 62 Meter lang, 41,50 Meter breit und 12,25 Meter hoch.

Als Gründe für den Neubau wurden auch die Mängel des 1976 errichteten »Hauses 2« genannt – das sanierungsbedürftige Dach, die nicht mehr zeitgemäße Dämmung und der hohe Energiebedarf. Zudem habe sich die Bundesstraße als trennendes Element erwiesen, und die Aufteilung des Sortiments auf zwei Häuser habe zu »räumlichen Zwängen in der Präsentation« und Störungen der Kundenabläufe geführt, erklärte Günter Dick. Durch die Zusammenlegung von »Haus 1« und »Haus 2« sei alles unter einem Dach, betonte Horst Rudy. Die Qualität von Beratung und Präsentation könnten durch die Zusammenlegung verbessert werden. Mit den Baumaßnahmen sei nur ein Flächenwachstum von etwa 15 Prozent verbunden, betonte Günter Dick: Es werde auf Qualität statt Quantität gesetzt und auf das veränderte Verbraucherverhalten reagiert.

Mit dem Neubau strebt »Möbel Stumpp« eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Damit wäre es das erste Möbelhaus, dem eine solche Auszeichnung zuteil wird, so Günter Dick. »Das DGNB-System betrachtet durchgängig alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens. 50 Nachhaltigkeitskriterien – unter anderem die Wirkung auf die globale und lokale Umwelt, die Funktionalität, die gestalterische Qualität, die technische Qualität und die Standortqualität – müssen erfüllt werden«, erklärt der Pressetext. Dieses Zertifizierungsverfahren sei auf den Weg gebracht worden.

Der 1960 gegründete »Möbel Stumpp« betreibt vier Möbelhäuser an den beiden Standorten in Stockach und Tettnang und beschäftigt insgesamt 160 Mitarbeiter. Seit 2007 gehört das Unternehmen zur Möbel Dick-Gruppe mit Sitz in Lauchingen, die in der dritten Generation von Michaela und Günter Dick geführt wird. Die Dick-Gruppe hat insgesamt etwa 360 Beschäftige und hat Möbelhäuser in Lauchingen, Weil am Rhein, Stockach und Tettnang.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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