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Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt eine gute alte Weisheit, nach der sich Probleme im Leben so oft wiederholen, bis man die Lektion gelernt hat. Und die Frage, die sich derzeit stellt, ob sich nach einem gechillten Sommer mit niedrigen Corona-Inzidenzen das Muster wiederholt, das da heißt: schöner bedenkenloser Sommer und dann Lockdown im Herbst? Die Delta-Variante, als eine weitere Mutation des Virus, ist in vielen Ländern wie Großbritannien, Portugal etc. auf dem Vormarsch und treibt die Inzidenzen hoch. Selbst in Israel, wo 55 Prozent der Bevölkerung durchgeimpft sind, steigen die Inzidenzen und werden bereits wieder Maßnahmen verschärft.


Mehrere Unternehmen und Verbände sagen für Herbst bereits vorausschauend alle größeren Präsenztreffen ab und bereiten sich strategisch auch auf erneute Umsatzeinbrüche aufgrund der Corona-Politik vor.


Ob es dazu kommt? Wir wissen es nicht. Was wir wahrnehmen ist: Erstens: der Impfzug hat einige Wochen angehalten und nimmt jetzt auch bei uns in der Region wieder an Fahrt, es sind in Deutschland noch viel zu wenig Menschen durchgeimpft. Zweitens: die Delta-Variante betrifft Stück für Stück die, die wir gar nicht impfen wollen und die, bei denen die Impfung nicht so wirkt, weil sie Medikamente einnehmen müssen, die das Immunsystem hemmen. Am zweiten dieser beiden Themen sind die Pharmakonzerne dran und forschen intensiv. Für das erste Thema, wie gehen wir mit den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie jetzt um, gibt es keine für uns schlüssig wirkende Strategie. Wir können alle hoffen, dass a) der Virus bei den jungen Menschen nicht oder nur sehr wenig für schwere Verläufe sorgt und b) dass Politik und Wissenschaft sich jetzt intensiv um eine Strategie kümmern statt nur unbeschwert den Sommer zu genießen und der allvierjährlichen Wahlnabelschau zu frönen.


Wir möchten uns bedanken. Bedanken für die vielen inhaltlich relevanten Fragen an Bernd Häusler, der ein weiteres Mal in Singen Oberbürgermeister werden will. Wir glauben, so kann es ganz gut funktionieren, Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit denen, die entscheiden in der Region, in Verbindung zu bringen und dafür zu sorgen, dass Menschen in unserer Region sich auseinandersetzen, weil es doch darum geht, das Beste aus dieser Region zu machen … Heute sind die letzten Fragen und Antworten aus der Serie in der Singener Ausgabe des Wochenblatts oder für alle im Internet unter https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/innenstadtplaene-und-hochschulwuensche/zu lesen.


Wer sich mit sich und anderen auseinandersetzt, anstatt nur immer nach Selbstbestätigung zu suchen, lernt, kommt weiter im Leben und findet neue Wege und Ideen, manchmal auch Gemeinsamkeiten, mit denen er gar nicht gerechnet hat. Weil wir davon überzeugt sind, haben wir in den letzten Wochen dazu eingeladen, dass Menschen aus der Region in Diskussionen gehen, in Kontroversen. Und nächsten Mittwoch werden wir dem eine eigene Ausgabe widmen, die dann auch Kontrovers heißen wird.


Damit wird es kommenden Mittwoch um einige »heißen Eisen« gehen. So viel sei verraten. Es wird sich aber auch zeigen, dass in den Kontroversen oft neue Perspektiven entstehen.


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen schon einmal, dass Ihrer Meinung offen begegnet wird und Sie konfrontiert werden mit den Meinungen Ihrer Mitmenschen …


Kommen Sie weiter gut durch die Woche


Carmen Frese-Kroll, Verlegerin
Anatol Hennig, Herausgeber
Oliver Fiedler, Chefredakteur

Wochenblatt @: Singener Wochenblatt


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