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Trauer um Manfred Engesser

Manfred Engesser
Manfred Engesser im Jahr 2005. swb-Bild: mu/Archiv

Handwerker, Sportfunktionär und Lokalpolitiker mit 76 Jahren verstorben

Singen. Mit viel Trauer wurde die Nachricht über den Tod von Manfred Engesser aufgenommen, der am 13. Januar 2021 verstorben ist. Manfred Engesser war Handwerker mit Leib und Seele gewesen, sein Stuckateurbetrieb, den er bis zum Ruhestand führte, war unter seiner Führung in der Region bestens renommiert und auch auf den großen Baustellen ein kompetenter Auftragnehmer. Engesser war auch lange über die Singener Handwerkerrunde unter dem Dach des Standortmarketing »Singen aktiv« mit den Kollegen der anderen Gewerke verbunden, deren Gründungsmitglied er gewesen war. Als Lokalpolitiker für »sein Singen« engagierte sich Engesser ab 1972 im Ortsverband der CDU und sah sich auch dort als engagierter Vertreter des Handwerks. Von 1990 bis 2009 war er auch in den Singener Gemeinderat gewählt und in der CDU-Fraktion.

Und dann war da noch sein FC Singen. Im Jahr 2000 musste er in schweren Zeiten den Vorsitz des Vereins übernehmen. Sportlich war man damals noch in der dritten Saison in der Oberliga Baden-Württemberg, aber die Kraft bröckelte durch Abgänge wichtiger Leistungsträger. Aufhorchen ließ der Verein damals noch durch den Einzug in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals mit einem 3:2 gegen Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen. Doch finanziell hatte sich der Verein schon die Jahre davor übernommen gehabt. Der damalige Vorsitzende Herold Görick konnte laut der Chronik des Vereins, die zum 100. Geburtstag 2004 herausgegeben wurde, die Insolvenz gerade noch abwenden. Sein Nachfolger wurde Manfred Engesser, der schon zuvor an der Konsolidierung mitgewirkt hatte und nun neu aufbauen musste, von der Landesliga aus. Er hatte sich zuvor intensiv für die Jugendarbeit engagiert gehabt. Manfred Engesser blieb auch nach dieser Ära lange mit dem Verein als Vorsitzender des Fördervereins verbunden. Das war auch die Zeit gewesen, in der der Verein mit seinem »Wintervergnügen« eine gesellschaftliche Rolle einnahm, um damit auch Sponsoren zu binden.

Und auch das Hohentwielfest war seine Sache gewesen. Dort dabei zu sein, das ließ er sich auch trotz der körperlichen Beeinträchtigungen in den letzten Lebensjahren nicht nehmen, denn auch das war Singen für ihn.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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