Saisonrück- und -ausblick 2025/26
Was passierte und was kommt bei den Sportvereinen der Region?

Foto: swb-Collage:WochenblattBilder: Simon Rebholz, privat, Stefan Matthis, Edmund Heinzler, Mia-Marie Muffler
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Kreis Konstanz. Die lange Sportsaison ist vorrüber. Das WOCHENBLATT hat daher mit ausgewählten Vereinen aus der Region gesprochen, wie erfolgreich sie waren und was sie sich nächste Saison vornehmen.

Eine sehr gute Saison hat der 1. FC Rielasingen-Arlen in der Verbandsliga Südbaden hinter sich. „Mit dem vierten Platz haben wir diese Spielzeit wirklich gut abgeschnitten“, erklärt Sportvorstand Andreas Piller. „Mit dieser Saison können wir alle im Verein sehr zufrieden sein.“ Auch viele Verletzungen einiger Stammspieler während der Saison verhinderten, dass man um mehr mitspielen konnte. „Das hat man schon gemerkt“, so Piller. Mit Michael Schilling und seinem Trainerteam hatte man zudem ein sehr gutes Gespann an der Seitenlinie.

Hegauer FV 

Eine sehr ereignisreiche Saison konnte der Hegauer FV (HFV) mit seinen insgesamt 26 Teams verbuchen. War die dritte Herrenmannschaft dabei das einzige Team, das absteigen musste, konnte die erste Mannschaft diesen Schritt in der Landesliga Südbaden schon früh vermeiden, wie Sportvorstand Lars Kohler erzählt. „Dass wir zwischenzeitlich sogar Tabellenführer waren und die Saison nun als Fünfter beendeten, ist für uns ein starkes Ergebnis.“ Dabei war die großartige Harmonie zwischen Trainer Stefan Pröhl und der Mannschaft der ausschlaggebende Faktor für diesen Erfolg.

Die in der Oberliga Baden-Württemberg vertretenen Frauenmannschaft hingegen musste bis zum letzten Schlusspfiff der Saison um den Klassenerhalt zittern, sagt Kohler. „Das war schon eine enge Kiste“, berichtet Lars Kohler. Dabei hatte das Team das dem Sportvorstand zufolge aus vielen jungen Spielerinnen, einen geringen Altersdurchschnitt. „Viele von ihnen spielen schon früh in der ersten Mannschaft.“ Die Saison im Juniorenbereich jedoch war für den HFV sehr zufriedenstellend. „Hier sind wir auf einem ganz guten Weg“, berichtet Kohler. „Gerade in der Breite haben wir hier in letzter Zeit vieles richtig gemacht“, meint er. So konnten unter anderem die C-Junioren den Aufstieg in die Landesliga sowie die E-Junioren die Hallenbezirksmeisterschaft feiern.

TuS Steißlingen 

Äußerst erfolgreich in der abgelaufenen Saison waren die Handballer des TuS Steißlingen in der Regionalliga Baden-Württemberg. „Unser Ziel Klassenerhalt konnten wir schon sehr frühzeitig eintüten“, berichtet Trainer Jürgen Herr. Dabei hat sich seine Mannschaft in der Anfangsphase der Saison drei Spiele lang schwergetan. „Wir mussten uns als Aufsteiger erst einmal an die Liga anpassen.“
Mit dem weiteren Saisonverlauf konnte der Trainer jedoch eine sehr positive Entwicklung bei seinen Spielern wahrnehmen. „Wir sind dann immer mehr auf einer Welle des Erfolgs geschwommen“, erzählt Jürgen Herr. Diese Welle trug die Mannschaft so weit, als dass man sogar noch um die Aufstiegsplätze mitspielte, die Saison schließlich aber auf Platz sechs beendete. Hierzu trugen auch einige Neuzugänge bei. Unter anderem Samuel Wendel tat mit seiner Qualität und seiner Erfahrung der Mannschaft unglaublich gut. „Das war ein absoluter Hochkaräter für uns“, so Jürgen Herr. Zudem hob er auch Luca Wilke besonders hervor, der sich zunächst zwar schwertat, mit Saisonverlauf aber stark entwickelt hat.

Eine deutlich schwierigere Saison hingegen hatten die Damen 1 des TuS Steißlingen in der Regionalliga Baden-Württemberg zu verzeichnen. „Wir haben mit dem fünften Platz eine für mich sehr zufriedenstellende Saison gespielt“, berichtet Trainer Holger Hafner. Doch war die Spielzeit gerade aufgrund der Tatsache, dass man laut Hafner auch ein „sehr junges Team“ beisammen hatte nicht gerade einfach. Gerade gegen Top-Teams wie FrischAuf Göppingen II oder Metzingen II tat sich seine Mannschaft schwer, sagt Hafner. „Hiernach haben wir schon viel hinterfragt.“ Auch der längerfristige Ausfall von Samira Weiss und Anne Riedle trugen seiner Ausführung nach zu dieser schwierigen Saison bei. Mit der Zeit jedoch fand das Team wieder auf den richtigen Weg. „Es hat einfach etwas gedauert, bis sich die Mädels eingespielt haben“, sagt Holger Hafner.

RG Eiche Allensbach

Eines der Aushängeschilder im Ringen aus der Region ist zweifelsohne auch die RG Eiche Allensbach, eine Ringergemeinschaft, die sich aus der RG Eiche Radolfzell und dem KSV Allensbach zusammensetzt. Deren vergangene Saison verlief dabei wieder sehr erfolgreich. „Vor allem über den ersten Platz unseres Schülerteams in der Bezirksliga habe ich mich sehr gefreut“, berichtet der Vorstand der RG Eiche Radolfzell, Egon Bader. Konnte man mit der dritten Herrenmannschaft den Aufstieg von der Bezirksklasse in die Bezirksliga feiern und mit dem zweiten Team einen guten fünften Platz in der Landesliga verbuchen, erlebte die erste Herrenmannschaft ein echtes Drama im Saisonendspurt in der Oberliga. „Unser Kämpfer Khamza Temarbulatov hatte beim Rückkampf in Adelhausen bis kurz vor Schluss geführt, ehe sein Gegner noch eine 4er-Wertung rausholte und wir dadurch um fünfzehn Sekunden den Aufstieg in die Regionalliga verpasst haben“, sagt Bader. „Das war wirklich sehr bitter.“

RMSV Orsingen

Auf ein sehr positives Jahr konnte der RMSV Orsingen (RMSV) mit seinen Kunstradsportlern zurückblicken. Dabei war man auf vielen Ebenen bei regionalen, nationalen wie auch internationalen Wettkämpfen vertreten, berichtet Tina Menzer, erste Vorsitzende des RMSV Orsingen. „Wir waren bei vier Wettkämpfen auf Bezirksebene, fünf Wettkämpfen auf Landesebene sowie auch einem Wettkampf auf Bundesebene dabei.“ Zudem fuhr Mia-Marie Muffler für den RMSV bei der Weltmeisterschaft in Göppingen auf Platz 22 sowie bei den World-Cups in Frankreich, Langenselbold und Prag mit, wo sie nach dieser Serie auf Platz 13 landete.

„Wir sind sehr zufrieden, wie diese Saison für uns gelaufen ist“, so Menzer. Auf Bezirksebene war ihr zufolge vom hinteren Mittelfeld bis zum Bezirkstitel alles dabei. „Hier konnte auch Yoan Oexle die Bezirksmeisterschaft und den Bezirkspokal gewinnen.“ Weiter holte man im Bezirkspokal neben Oexle fünf weitere Titel. Allgemein konnte man in dieser Saison wieder auf die sehr gute Jugendarbeit sowie ein großes Trainerteam bauen. „Hierfür sind wir sehr dankbar“, so Tina Menzer.

Neuer Trainer in Rielasingen

Doch bringt die neue Saison in der Verbandsliga für den 1. FC Rielasingen-Arlen auf der Trainerposition einige Veränderungen mit sich. So teilte Michael Schilling bereits im Winter den Verantwortlichen seinen Wunsch mit, in der kommenden Saison die TSG Balingen zu trainieren. „Dem wollten wir keine Steine in den Weg legen“, erläutert Piller. Mit Benjamin Winterhalder konnte man jedoch einen Trainer holen, der bei der SG Dettingen-Dingelsdorf tolle Arbeit leistete und in der Vergangenheit bereits als Spieler Erfahrung im Verein sammelte. „Wir möchten ihm hier gerne die Chance geben, sich bei uns zu beweisen“, so Piller.

Auch die Kaderplanung für die anstehende Saison sei dem Sportvorstand zufolge bereits abgeschlossen. Hier konnte man sich unter anderem mit Lukas Uhl vom SC Konstanz-Wollmatingen sowie auch dem variabel einsetzbaren Yaya Zidan vom Türkischen SV Singen gut verstärken. Zu Beginn der kommenden Spielzeit möchte sich der FCRA zunächst auf den Rothaus-Pokal konzentrieren, wie Andreas Piller verrät. „Wir wollen nicht schon wieder in der ersten Runde rausfliegen.“ In der Verbandsliga hingegen will man wieder eine tolle Saison mit attraktivem Offensivfußball auf der Talwiese zu zeigen, sagt Piller. Das Ziel sind dabei die ersten fünf Plätze. „Eine Tendenz, wo es hingehen kann“, so der Sportvorstand, „werden wir vermutlich nach den ersten zehn Spieltagen erkennen können.“

Klare Ziele beim HFV

Die Saisonziele sind seitens des Hegauer FV klar gesteckt, wie Sportvorstand Lars Kohler erklärt. So nimmt man mit dem Herrenteam und seinen Neuzugängen Tizian Weh und Marks Schafhäutle in der nächsten Saison das vordere Tabellendrittel ins Visier. „Ich bin zuversichtlich, dass das Team dies mit viel Demut auch schaffen kann“, sagt Lars Kohler. Dabei sei für ihn hierbei gerade ein guter Start in die Saison sehr wichtig. Bei den Frauen möchte man laut dem Sportvorstand des HFV die erste und zweite Mannschaft enger verzahnen sowie den Klassenerhalt schon deutlich früher eintüten. „Hierfür haben wir wieder eine junge Mannschaft mit vielversprechenden Talenten am Start“, sagt Lars Kohler. Bei den Junioren ist es ihm zufolge das Ziel, von der A- bis C-Jugend mittel- bis langfristig in der Landesliga zu spielen.

Großer Umbruch beim TuS Steißlingen

Für die Anfang September startende Saison haben sich die Herren des TuS Steißlingen wieder den Klassenerhalt vorgenommen. „Das ist für uns das realistische Ziel“, sagt Herr. Hierzu sollen auch einige Neuzugänge wie Niklas Schmid oder auch Niko Griessler sowie Rückkehrer und Eigengewächs Philipp Schäffer beitragen. Doch musste das Team auch einige bittere Abgänge wie die von Niklas Ruß und Kapitän Daniel Weber verzeichnen. Für Trainer Jürgen Herr gilt zunächst, die neuen Spieler gut zu integrieren, um am Ende trotz des großen Umbruchs in der Mannschaft das anvisierte Ziel zu erreichen.

In der kommenden Saison, die für die Damen des TuS Steißlingen am 19. September beginnt, kann der Trainer nun wieder auf seine Rückkehrerinnen Weiss und Riedle sowie einige Neuzugänge zurückgreifen. So konnte der Verein neben Leana Küchler aus der eigenen Jugend und Romy Reichle von der HSG Fridingen/Mülheim auch Torhüterin Annabell Hackenjos verpflichten. Jedoch musste man auch den Abschied von Celina Fröhlich, Isabella Scherer und Anna Hoffmann verkraften. „Generell konnten wir den Stamm beisammen halten“, erklärt Holger Hafner. Das Ziel für sein Team ist dabei klar: „Wir wollen unter die Top drei und auch die Aufstiegsrunde anstreben.“ Hierfür brauche es für ihn jedoch eine große Portion Glück.

Starker Ringernachwuchs

Die RG Eiche Allensbach möchte allgemein die gute Stimmung im Team mit in die neue am 5. September startende Saison nehmen, erklärt Egon Bader. „Allein die Zuschauerzahlen sowie unser starker Nachwuchs spiegelt den Erfolg unserer Gemeinschaft wider.“ Gerade im Jugendbereich habe man daher eine dritte Mannschaft ins Leben gerufen, um auch Jedem Einsätze garantieren zu können. „Wir möchten den Erfolg mit den Schülermannschaften auch in der nächsten Saison wiederholen“, betont Bader.

Bei den Aktiven möchte man für das dritte Team erneut gute Ergebnisse erzielen, um die Weiterentwicklung der Nachwuchsringer zu fördern. Mit der zweiten Mannschaft soll wieder ein Mittelfeldplatz angestrebt werden. Für das erste Team ist das Ziel laut Egon Bader klar definiert: „Wir wollen in die Regionalliga.“ Für diese Mission konnte auch mit Rückkehrer Jannis Rebholz, unter anderem mehrfacher deutscher Juniorenmeister, ein wichtiger Baustein für das Team gewinnen.

Kirnbergpokal in Orsingen

Für die im Januar startende Saison kann der RMSV Orsingen nicht mehr mit Mia-Marie Muffler, die nach den letzten Wettkämpfen aufgehört hat, planen. „Somit sind wir international nächstes Jahr nicht vertreten“, sagt Menzer. Allgemein möchte der RMSV im nächsten Jahr die Leistungen aus 2025 bestätigen. Weiter stellt man aktuell sechs Sportlerinnen für den Talentsichtungskader, zwei für den Talentauswahlkader sowie einen Sportler für den Deutschland-Pokal. Ein großes Highlight steht dem Verein zudem mit dem Kirnberg-Pokal am 12. Juli ins Haus, wofür man sich über zahlreiche Zuschauer sehr freut. Hier treffen Kunstrad- und Einradsportler aller Altersklassen aus der Region und darüber hinaus aufeinander. Die Wettkämpfe starten um 10 Uhr und enden um 15 Uhr.

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Foto: swb-Collage: Wochenblatt/Bilder: Daniel Kratschmar, Werner Spang, Philipp Findling, Stefan Matthis, Kai Salomon
Autor:

Philipp Findling aus Singen

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