Hallo und guten Tag
Höhere Gewalt beim gelben Sack ?

Letzte Woche habe ich mir zu gewissen Redensarten wie zum Beispiel »höherer Gewalt« meine Gedanken gemacht. Dabei habe ich Ihnen, liebe WOCHENBLATT-Leserinnen und -Leser unter anderem erklärt, dass »es sich laut OB Ehret bei einem Ministerrücktritt auch um höhere Gewalt handle«. Tja, ich will nicht wie eine Katze um den heißen Brei herum schleichen, sondern die Sache richtig stellen. Ich bin da wohl einer Falschmeldung aufgesessen. Der Oberbürgermeister hat sich deshalb an meinen Erfinder gewandt und ihm den wahren Sachverhalt mitgeteilt. Eine Journalistin der hiesigen Tageszeitung hat wegen der abgesagten Veranstaltung mit Herrn Maier von der KTS (= Kultur und Tourismus Singen) telefoniert. Herr Maier hat bei diesem Gespräch wohl den Ausdruck mit der höheren Gewalt gebraucht. Der daraus resultierende Artikel wurde jedoch von einem anderen Journalisten geschrieben und dabei hat sich dann Herr Maier in den Oberbürgermeister verwandelt. Mann oh Mann, das hätte mir doch auffallen müssen. Der Oberbürgermeister hat doch wirklich andere Arbeit, andere Sorgen und Wichtigeres zu tun. Er hat bestimmt nicht die Zeit, sich um die Rechnungsstellungen für die Stadthalle zu kümmern. Au weia, wie ist mir das peinlich. Ich möchte mich deshalb bei Oberbürgermeister Ehret entschuldigen. Hoffentlich nimmt er das Pardon aus meiner Hundeschnauze an.
Sie alle wissen, liebe WOCHENBLATT-Leserinnen und -Leser wie sehr ich meine Leibköchin schätze. Die allerbeste Ehefrau hat für auftauchende Probleme nahezu immer eine praktikable Lösung parat. Sanftmütig, mit viel Liebe, Geduld und noch mehr Diplomatie regiert sie unser kleines Familienimperium. Sie ist der »ruhende Pol«. Das änderte sich schlagartig vor der letzten Abfuhr der gelben Säcke. Meine Chefin wollte unseren Verpackungsmüll in so einem Sack der SITA GmbH entsorgen. Sack Nummer 1 riss bereits auf der Rolle; ein Loch gab es bei Sack Nummer 2 beim Auseinanderziehen, Sack Nr. 3 wurde durch die Ecke einer Milchtüte unbrauchbar und bei Sack Nr. 4 war wohl der Fingernagel meiner Leibköchin schuld an der Misere. Da war es vorbei mit ihrer sprichwörtlichen Sanftmut; aus der allerbesten Ehefrau wurde ein explodierender Vulkan. Wie eine Tsunamiwelle hätte sie die obersten Bosse der SITA platt gemacht und verschlungen, wären sie denn in der Nähe gewesen. Früher waren die gelben Säcke stabiler und meine Chefin besitzt noch ein Beweisexemplar. Da hätte ich als Vierbeiner ohne Verstand noch eine Frage: Wird an der Qualität gespart, um noch mehr Kohle zu machen?

In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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