Wafrös alemannische Dialektik vom 30. Oktober 2007

Siehsch du die Nazibrut am Hintern, denn isch se gott sei dank am goh und fangt es au scho a zu wintern, Hauptsach sie isch nume do. Des isch nomol guet gange, mit dere Demonschtrazion vu däne Neo-Nazi, bi uns z Singe. Des hett känne schlimmer usgoh, wies usgange isch. Wenn ene no en Schpritzer Hirn ibrig bliebe isch, no hetted se eigentlich mitgriegt, dass se mit uns Singemer ko Schnäpple mached, do isch de Bode zhirt fir Rechtsradikale, do lauft niemerd hinterne drei, ganz im Gegeteil. Zerscht hot jo de Gmondrot mit sim OB die Sauerei verbote. Denn sind se zum Kadi, die junge Saicher, weil ene die Hintermänner erklärt hond, wie mer des macht. Denn hot unsere Juschtiz die Demo genehmige mösse, weil se ä Partei sind, wie die andere Parteie au, und ä Verbot en Verschtoß gege sGrundgsetz gsi wär. Des isch leider on vu däne Hoke vu de Demokratie, aber lieber en Hoke a de Demokratie, als unsere Demokratie amene Hoke! D Singemer hond denn mitem Gmondrot und ihrem OB ä Fäscht gmacht, als so ebbes wie ä Gegedemonschtrazion und s war au one. S war ä Manifäschtazion vu allene Demokrate i unsere Schtadt. Liberale, Katholike und Proteschtante, Altkatholische und Freikirchler, Jude und Abordnunge vu allene Ausländer sind ufem Rothusplatz zämme kumme, so a die 3000 Mensche, und hond defir demonschtriert, dass mir alle zämme ä große Familie sind, wo guet mitenand uskunnt, und dass mir die rechte Scharfmacher und Gehirnamputierte it i unsre Schtadt wänd. Sie solled ane wo se wänd, aber in Singe hond se nix verlore. Sie sind trotzdem kumme, so a die hundertfufzg junge Bürschle. Und sie hond iber ihrene Lautschprecher ihrne Parole verzapft, dasses de Lüt, wo ussem Fenschter glueget hond, fascht Zehnägel ufgrollt hot. Die hond Sache i die Lautschprecher brüelet, do isches ime Normalbürger schläet wore. Etz hond die Autonome, des isch s gliich Gsindel vude andere Siite, etz hond die nu druf gwartet, dass se däne Rechte uf de Grind haue kännted und scho wär die schänscht Schtroßeschlacht im Gang gsi. Mer woss nie, wievill kummed, weil die jo alleweil dert sind, wos ebbes zum »Klatsche« giit. S hett jo känne sei, dass selle kumme wäred, wo grad z Bern Rabatz gmacht hond. Etz wa macht mer do, wenn mer it woss, wievill sich ä Schtelldichein gäbed, zum us unserm Hegauschtädtle en Kriegsschauplatz mache? Do giits eigentlich nu ons wa helfe ka, und des isch d Bolizei. Weil mer allmählich mit däne Verruckte im Land gnueg Erfahrung hot, und weil alles noch de Bolizei rueft, wenns oemeds glepft, und weil alles mulet und schimpft, wenn d Bolizei des it schafft, wenns meh Schpinner giit, als mer denkt hot, sind se hüt total uf zack, unsere echte Grüene. Vum Hubschrauber, iber Wasserwerfer bis zu de Berittene wared so do und zwar taused Mann, miteme Hufe Mädle dezwische. Sie wäred enand gar zu gern a de Krage, die Rechte und die Autonome, aber sie hond kon Schtich ghet. Kaum isch on vu däne Chaote iber d Schtroß grennt, isch ihm en Reiter noochgaloppiert, no hot der sine Füeß i d Händ gnumme. Etz wäred sicher ä paar sage, wa des koscht hot und wa me do defir hett alls mache känne. Des schtimmt scho, aber wa macht mer, wenn die Feuerdeifel underwägs sind und sie däted am liebschte d Schtadt aazinde? Leider ka mer de Friede nu so ufrächt erhalte. Des koscht en Hufe Geld. Mer sotted halt defir sorge, dass die Verruckte under uns irgendwenn mol normal wered, no bruchemer aukon Bolizeieinsatz, aber wo de Mensch bolitisch schpinnt und wie bsoffe rechts und links umenandkeit, anschtatt sich dere Demokratie avertraue, au wenner se nu als sklänschte Übel begreift, so lang bruchemer vill Geld fir d Bolizei, wobei unsre Bolizischte froh wäred, wennse weng ebbes vu dem Geld hetted ...

Von Walter Fröhlich

Autor:

Redaktion aus Singen

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