Der Landkreis wappnet sich für erhöhte Nachfrage nach Corona-Tests
Abstrichzentren für Reiserückkehrer

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Konstanz/ Singen. Relativ konstant ist die Situation momentan bei den Corona-Neuinfektionen im Landkreis Konstanz. An manchen Tagen werden kleinere Ausreißer nach oben verzeichnet, das liege aber daran, dass es sich dabei häufig um Familienverbände oder Gruppen, die zusammen im Urlaub waren, handelt, erklärte Sozialdezernent Stefan Basel am Dienstagmorgen bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage im Landkreis Konstanz. Am Dienstagnachmittag meldete das Gesundheitsamt noch infizierte 24 Personen, was einen leichten Rückgang zum Vortag anzeigt. In Quarantäne befinden sich derzeit zwischen 100 und 140 Personen im Landkreis. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass es jetzt im Alltag wieder mehr Kontakte gibt, erläutert Stefan Basel. Noch immer ist der größere Teil der Fälle auf das Stadtgebiet von Konstanz konzentriert, erklärt Basel auf Nachfrage des Wochenblattes, allerdings gibt es über den ganzen Kreis verteilt Fälle. Dabei kommt es immer wieder auch vor, dass nicht registriert werden kann, wo sich eine Person infiziert hat. Deshalb sei von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen, so Basel.

Noch fehlen freiwillige Helfer

In den nächsten Wochen werde wegen der Urlaubsrückkehrer eine erhöhte Abstrichkapazität erforderlich sein, machte der Sozialdezernent deutlich. Aus diesem Grund sollen die Testzentren, die im Frühjahr am Singener und Konstanzer Klinikum eingerichtet worden waren, wieder ihre Arbeit aufnehmen. Das Ganze soll innerhalb der nächsten zwei Wochen bewerkstelligt werden, erklärte Dr. Christoph Venedey, der die Abstrichzentren organisiert. Aktuell mangelt es noch an freiwilligen Helfern, besonders für Singen erklärt er. Allerdings zeigte er sich zuversichtlich, dass beide Zentren innerhalb der nächsten zwei Wochen eröffnen können. Die Abstrichzentren stehen dann allerdings ausschließlich Reiserückkehrern zur Abstrichnahme zur Verfügung.

Situation in den Krankenhäusern weiterhin entspannt

Gelassen zeigte sich der Ärztliche Direktor des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen, Frank Hinder. Aktuell sind zwei Patienten in der Abklärungsphase in Bezug auf Corona, inzwischen gab es aber auch schon Tage ganz ohne Verdachtsfälle. »Im Hinblick auf die Reiserückkehrer schauen wir mit Sorge auf die Entwicklung in den südeuropäischen Ländern«, so Hinder. Allerdings sei man auch gegebenenfalls auf stärker steigende Zahlen gut vorbereitet, denn die Strukturen die im Frühjahr geschaffen wurden seien ja bereits erprobt. Im Konstanzer Klinikum sind aktuell zwei an Covid-19 erkrankte Menschen in Behandlung, bei sechs Patienten läuft gerade die Abklärung ob sie infiziert sind oder nicht.

- Dominique Hahn

Autor:

Redaktion aus Singen

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