Neue Filiale in der Singener Nordstadt
Das Sparkassen-Flaggschiff setzt die Segel

Die neue Sparkassen-Filiale in der Hohenhewenstraße in der Singener Nordstadt öffnet am 6. Mai ihre Türen. Bei der Gestaltung wurde auf helle Farben und Naturmaterialien geachtet. | Foto: Juleda Kadrija
  • Die neue Sparkassen-Filiale in der Hohenhewenstraße in der Singener Nordstadt öffnet am 6. Mai ihre Türen. Bei der Gestaltung wurde auf helle Farben und Naturmaterialien geachtet.
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Singen. Die neue Flaggschiff-Filiale der Sparkasse Hegau-Bodensee steht kurz vor Beginn ihrer Reise. Am Mittwoch, 6. Mai, wird um 11.30 Uhr die Eröffnung gefeiert und die Filiale offiziell in Betrieb genommen.

Damit wird ein Zwischenziel erreicht, dass im April 2023 in Angriff genommen wurde, wie Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Jens Heinert erklärte. Damals wurde entschieden, sich auf sechs mitarbeiterbesetzte Standorte zu fokusieren: drei in Singen und jeweils einen in Rielasingen, Radolfzell und Stockach. Das übrige Netz füllen Filialen mit Selbstbedienungsautomaten. Hintergrund ist, dass immer mehr Kunden auf die digitalen Angebote wechseln und die direkten Besuche rückläufig sind. "Die persönliche Beratung wirt weiter hoch geschätzt", ergänzte Vorstandsmitglied Michael Stelzer. Der stationär genutzte Service gehe aber seit Jahren merklich zurück.

Mit der neuen Filiale will die Sparkasse für die Zukunft gerüstet sein. Man habe wegwollen von der klassischen Filiale, erklärte Jens Heinert. "Wir wollten mal querdenken." Es sollte ein offener und einladender Raum entstehen, bei dem "sich auch die Kunden unterhalten können". Es wurde auf helle Farbtöne und Naturmateralien geachtet. Steine vom Hohentwiel untermauern die Vernundenheit zur Region - etwas was dann auch in den nachfolgenden Filialen passend zum Standort umgesetzt werden soll. Viel Glas ermöglicht Lichteinfall und schafft Transparenz. "Man kann reingucken, man soll auch reingucken", so der Sparkassen Vorstandschef.

Auch das Thema Barrierefreiheit wurde berücksichtigt, wie Michael Stelzer betonte. Die SB-Automaten sind mit Rollstuhl unterfahrbar, es gibt ein Leitsystem für Sehbehinderte. "Das gesamte Gebäude ist barrierefrei." Insgesamt war eine Summe von 2,5 Millionen Euro für die Flaggschiff-Filiale veranschalgt. Dieser Kostenrahmen sei eingehalten worden, so Jens Heinert. Wann die übrigen fünf Standorte umgesetzt werden, ist derweil unsicherer. Klar ist, dass es in Stockach und Radolfzell - hier gibt es auf jeden Fall einen Neubau - weitergeht. Der Plan, bis 2030 komplett fertig zu sein, wird allerdings nicht eingehalten werden können, verriet Michael Stelzer. Man baue schließlich für die nächsten Jahrzehnte und nehme sich da lieber die nötige Zeit.

Autor:

Tobias Lange aus Singen

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