Wochen zur Gemeinschaft
Elf Veranstaltungen gegen die Einsamkeit in der Region

(v.l.n.r.): Melanie Patzke (GEMS), Dina Roos (Schauspielerin), Martina Kaiser (Caritas Singen-Hegau e.V.), Andrea Fink-Fauser (Lutherkirche) und Udo Engelhardt (1. Vorstand Tafel im Landkreis Konstanz) freuen sich auf die Begegnungen und Veranstaltungen, die bei den "Wochen zur Gemeinschaft" die Menschen näher zusammenbringen sollen. | Foto: Juleda Kadrija
  • (v.l.n.r.): Melanie Patzke (GEMS), Dina Roos (Schauspielerin), Martina Kaiser (Caritas Singen-Hegau e.V.), Andrea Fink-Fauser (Lutherkirche) und Udo Engelhardt (1. Vorstand Tafel im Landkreis Konstanz) freuen sich auf die Begegnungen und Veranstaltungen, die bei den "Wochen zur Gemeinschaft" die Menschen näher zusammenbringen sollen.
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Singen. Gemeinschaft wird gerade in den aktuellen Zeiten größer denn je und immer bedeutsamer. Deshalb sollen die „Wochen zur Gemeinschaft“ dazu dienen, der Einsamkeit etwas entgegenzusetzen. Vom Dienstag, 13. Oktober, bis zum Freitag, 30. Oktober, finden insgesamt elf Veranstaltungen verschiedener Netzwerkpartner statt, die sich mit dem Thema Einsamkeit beschäftigen und Wege aus der Einsamkeit aufzeigen.

Die Idee für die Veranstaltungsreihe entstand dabei eher zufällig, wie Udo Engelhardt, Vorstand der Tafel im Landkreis Konstanz, beim Pressegespräch berichtet. Die Singener Sozialrunde veranstaltet bereits seit mehreren Jahren Aktionswochen, bei denen insbesondere das Thema Armut im Mittelpunkt steht. In diesem Jahr sollte stattdessen das Thema Einsamkeit aufgegriffen werden.
Dass das Thema eine große Bedeutung hat, zeigt sich laut Engelhardt auch auf gesellschaftlicher und sozialpolitischer Ebene. Die verschiedenen Veranstaltungen sollen dazu beitragen, über Einsamkeit zu sprechen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsames Singen zum Auftakt

Den Auftakt macht am 13. Oktober um 19.30 Uhr die Veranstaltung „Singen! Aus voller Kehle für die Seele – Singen für alle“ mit Patrick Bopp in der Lutherkirche. Die Teilnehmenden haben dabei die Möglichkeit, selbst mitzusingen und Gemeinschaft unmittelbar zu erleben.Das gemeinsame Singen soll zeigen, welche Kraft Gemeinschaft entwickeln kann.

Dass mentale Gesundheit nicht nur in der Region, sondern auch grenzübergreifend eine bedeutende Rolle spielt, zeigt die Veranstaltung „Be kind to your mind – gemeinsam statt einsam“ am Freitag, 16. Oktober, ab 18.30 Uhr im Milchwerk Radolfzell.
Dabei soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, wie sich mentale Gesundheit stärken lässt, was Menschen hilft, wenn es ihnen nicht gut geht, und welche Bedeutung Gemeinschaft dabei hat. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Wissensvermittlung, sondern auch das gemeinsame Erleben und der Austausch. Auch ein Film steht auf dem Programm. Denn am Sonntag, den 18. Oktober greift „Her“ aus dem Jahr 2013 ein Thema auf, das angesichts der heutigen Entwicklung künstlicher Intelligenz aktueller denn je erscheint. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der sich in eine künstliche Intelligenz verliebt.

Theater gegen die Einsamkeit

Den Abschluss bildet das Theaterprojekt am 29. und 30. Oktober. Die Theatergruppe „Theater aus dem Schatten“ arbeitet dabei gemeinsam mit ihren Partnern an einem neuen Stück zum Thema Einsamkeit.
Die Gruppe ist aus dem vorherigen Theaterprojekt im Wesentlichen zusammengeblieben. Durch den Preis des Sozialministeriums kann die Theaterarbeit über zwei Jahre weitergeführt werden. In dieser Zeit sollen mindestens zwei Stücke zum Thema Einsamkeit entwickelt und aufgeführt werden. Das aktuelle Stück beschäftigt sich mit Alltagssituationen und soll auch Wege aus der Einsamkeit aufzeigen. Dass die Theatergruppe selbst zu einem Ort der Gemeinschaft geworden ist, zeigt sich auch an den Rückmeldungen der Mitglieder. Ein Teilnehmer beschrieb die Gruppe im Gespräch sogar als eine Art Familie. Die regelmäßigen Treffen seien für viele Menschen besonders wichtig.

Dass eine solch vielfältige Veranstaltungsreihe entstehen konnte, hängt laut den Veranstaltern vor allem mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Partner zusammen. Sozialverbände, Kirchen und Kulturschaffende arbeiten dabei gemeinsam an einem Programm. Gerade dieses Netzwerk ermögliche es, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen. Die Veranstalter hoffen deshalb, dass die „Wochen zur Gemeinschaft“ keine einmalige Aktion bleiben. Das Thema Einsamkeit soll auch über die Veranstaltungsreihe hinaus immer wieder aufgegriffen werden.

Das genauere Programm gibt es unter www.awo-konstanz.de/wochen-zur-gemeinschaft-faeden-die-verbinden/

Autor:

Juleda Kadrija aus Singen

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