7.000 Kippen entsorgt
Stadtverschönerer befreien den Busbahnhof von jeder Menge Unrat
- Birgit Wagner (von links), Jürgen Grecht, Christian Siebold, Philipp Kiefer, Gabriele Glaser-Wuttke, Regina, Henke und Uwe Messer waren zusammen mit weiteren Helfern am Busbahnhof unterwegs und haben ihn von Kippen und anderem Müll befreit.
- Foto: Wolfgang Leibinger
- hochgeladen von Tobias Lange
Singen. Die Stadtverschönerer waren unterwegs und haben zusammen mit weiteren Helfern Singens Straßen von Unrat befreit. Dem Aufruf der Stadtverschönerer Singen (SVS) zum Singen CLEANUP am 18. September waren rund 15 Personen gefolgt. Das erklärte Ziel: Den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) von Kippen zu befreien und so sein Erscheinungsbild zu verbessern.
Der ZOB ist seit fast sechs Jahren in Betrieb. Die Spuren achtloser Mitmenschen sind nicht zu übersehen. Auf dem Boden kleben unzählige Kaugummis, die nur schwer zu entfernen sind und langfristig zu Mikroplastik zerbröseln. Zahlreiche Kippen liegen herum, noch mehr haben sich im Laufe der Jahre in den Fugen zwischen den Bodenplatten gesammelt.
Diese wurden mit Pinzetten, Spezialwerkzeugen und Schaschlik-Spießen mühsam herausgekratzt. Rund 7000 Kippen kamen so zusammen. Als „Beifang“ landete auch eine Menge Snack- und Getränkeverpackungen in den Sammelgefäßen sowie ein Zehn-Liter-Ölkanister, der im Umfeld des ZOB gefunden wurde.
Parallel zur Müllsammelaktion verschenkten die SVS Taschenaschenbecher an rauchende Busfahrer, Taxifahrer und sonstige Raucherinnen und Raucher rund um den ZOB, verbunden mit dem Appell ihre Kippen nicht auf den Boden zu schnippen. Das sei kein Kavaliersdelikt, da die Giftstoffe in den Kippen in Wasser und Böden gelangten, wo sie Menschen, Tiere und Pflanzen gefährden. Die Beschenkten zeigten sich durchweg erfreut über die Kippendöschen. Für alle Raucher:innen, die Singens Erscheinungsbild und die Umwelt schützen wollen, hält die Tourist-Information in der Marktpassage kostenlose Taschenascher bereit.
Der ZOB ist nun weitgehend kippenfrei. Die Stadtverschönerer hoffen, dass dies noch lange so bleibt. Sie appellieren an Raucher:innen, sich an das Nichtraucherschutzgesetz zu halten. Dieses verbietet zum Schutz von Kindern, Schwangeren, kranken und alten Menschen das Rauchen an Haltestellen. Ein Wunsch an die Stadt Singen: Stichpunktartig durchgeführte Kontrollen im Rahmen der regulären Streifendienste sowie die Ahndung von Verstößen gegen das Rauchverbot mit Bußgeldern könnten bei der Durchsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes helfen.
Quelle: Stadtverschönerer Singen
Autor:Presseinfo aus Singen |