Einzelne Züge fahren wieder
Störung im Bahnhof Singen dauert wohl bis Montag
- Daran liegt's: Der Güterzug, der am Dienstagnachmittag entgleiste, beschädigte einen Oberleitungsmasten. Der Stand der Reparaturarbeiten am Mittwochmittag (im Bild) macht wenig Mut auf eine schnelle Wiederaufnahme des Bahnbetriebs.
- Foto: Anja Kurz
- hochgeladen von Anja Kurz
Singen. Der Zugverkehr rund um den Bahnhof Singen steht auch am Mittwoch weitgehend still, seit Dienstagnachmittag geht dort nichts mehr. Die App der Deutschen Bahn (DB) informierte bald über eine beschädigte Oberleitung. Derweil brodelte schnell auch die Gerüchteküche: Laut einer Zugdurchsage sei in Singen ein Zug entgleist. Auf ihrer Internetseite informiert die Deutsche Bahn am frühen Mittwochabend, dass "einzelne Züge den Bahnhof Singen wieder anfahren" können.
Dass nahe des Singener Bahnhofs ein Zug entgleist ist, wurde am Dienstagabend, 3. Juni, durch einen Sprecher der Pressestelle der Deutschen Bahn bestätigt. Im Zuge von Rangierarbeiten sei ein Güterzug am Nachmittag aus den Schienen gesprungen. Laut einer Mitteilung der Bundespolizei war der Zug während des Unfalls weitgehend leer, nur in einem Wagen seien Metallabfälle geladen gewesen. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.
Durch diesen Vorfall wurde allerdings die Oberleitung im Bahnhof Singen beschädigt. Genauer wurden Oberleitungsmasten abgeknickt, wodurch auch an der Oberleitung selbst massive Schäden entstanden sind, so die Auskunft von Seiten der DB. Genauer seien "die Oberleitung, Weichen und 60 Schwellen massiv beschädigt" worden. Die Folge: Nach und durch Singen rollt seit Dienstag kein Zug mehr, der Bahnverkehr im Landkreis ist dadurch rund um die Stadt unterm Hohentwiel unterbrochen. Techniker der Deutschen Bahn arbeiten mit Hochdruck an der Schadensbegutachtung, sowie daran, die Unglücksstelle aufzuräumen und die Schäden zu beheben, hebt ein DB-Pressesprecher hervor. In der DB Navigator-App ist die Rede von Störungen bis Montag, 9. Juni.
- Foto: Anja Kurz
- hochgeladen von Anja Kurz
Bis Mittwochabend hat sich die Lage wenig verändert. Einzelne Züge könnten den Bahnhof Singen zwar wieder anfahren, berichtet eine Mitteilung auf der Internetseite der Deutschen Bahn. Doch die Aufräumarbeiten dauern an und ein großer Teil der Verbindungen fällt weiterhin aus oder ist nur eingeschränkt möglich. Der Seehas beispielsweise verkehrt weiterhin nur zwischen Konstanz und Radolfzell.
Weshalb der Güterzug aus der Schiene gesprungen ist, sei ebenfalls noch unbekannt und Gegenstand laufender Ermittlungen. In der DB Navigator-App sind weiterhin die allermeisten Zugverbindungen mit "fällt aus" gekennzeichnet, inklusive Hinweis auf den eingerichteten Schienenersatzverkehr. Entsprechende Busse würden laut Pressestelle pendeln zwischen Radolfzell und Engen (Linie Seehas/S6), zwischen Singen und Gottmadingen beziehungsweise Thayngen (Linie Rhyhas/S62), zwischen Singen und Schaffhausen (Gäubahn/IC489/RE87) sowie zwischen Singen und Tuttlingen (Linie Schwarzwaldbahn/RE2 beziehungsweise Gäubahn/IC489/RE87), so ein Sprecher der Deutschen Bahn.
Fahrtalternativen sind in der DB-App oder über die Online-Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn zu finden.
Autor:Anja Kurz aus Engen |