Neuer Kreißsaal im Singener Krankenhaus
"Wir investieren hier in die Zukunft!"

Sie freuen sich über den neuen Kreißsaal, von links: Geschäftsführer GLKN Bernd Sieber, Kaufmännische Direktorin Hegau-Bodensee-Kliniken Rebecca Sellmann, die Katholische Klinikseelsorgerin Waltraud Reichle, Architekt Norbert Jobst, die Vorsitzende des Krankenhaus-Fördervereins Veronika Netzhammer, der Ärztliche Direktor Frank Hinder, die Leitende Hebamme Bärbel Weinert, der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Wolfram Lucke sowie Singens OB Bernd Häusler.
  | Foto: Uwe Johnen
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  • Sie freuen sich über den neuen Kreißsaal, von links: Geschäftsführer GLKN Bernd Sieber, Kaufmännische Direktorin Hegau-Bodensee-Kliniken Rebecca Sellmann, die Katholische Klinikseelsorgerin Waltraud Reichle, Architekt Norbert Jobst, die Vorsitzende des Krankenhaus-Fördervereins Veronika Netzhammer, der Ärztliche Direktor Frank Hinder, die Leitende Hebamme Bärbel Weinert, der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Wolfram Lucke sowie Singens OB Bernd Häusler.
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  • hochgeladen von Ute Mucha

Singen. Viele Beteiligte trafen sich am vergangenen Samstag, 17. Juni, in der Singener Frauenklinik, um das großartige Projekt "Erweiterung und Neubau des Kreißsaals" zu eröffnen. Zahlreiche kurze Reden sollten den Auftakt zum Tag der offenen Tür bilden, damit auch diejenigen sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen konnten, die es eigentlich betrifft: die Familien und Menschen, die sich dafür entscheiden, hier ihr Kind zur Welt bringen zu wollen.

Der Geschäftsführer des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz (GLKN), Bernd Sieber, nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf zu danken, und zu betonen, dass mit der heutigen Eröffnung der neuen Kreißsäle einer der wichtigen Bausteine des "Masterplan Bau" umgesetzt wurde. Für die anwesenden Gäste verdeutlichte er: "Wir investieren hier in die Zukunft!", und grenzte sich davon ab, dass der GLKN derzeit eher mit Schließungen in Verbindung gebracht werde. Durch die Sanierung und Erweiterung der Kreißsäle stünden nun vier Stück, davon einer mit Gebärwanne zur Verfügung. Außerdem gibt es ein zusätzliches Wehenzimmer, ein CTG-Überwachungszimmer (CTG - Cardiotokografie oder Wehenschreiber) und ein auf dem aktuellsten Stand eingerichteter Operationssaal für Kaiserschnitte sowie ein Frühgeborenen-Erstversorgungsraum in direkter Angrenzung zur Neonatologischen Intensivstation. "Wir leben damit die so wichtige Tür-an-Tür-Lösung", hebt der Geschäftsführer hervor.

4,8 Millionen Euro Kosten

Bernd Sieber erläuterte die Kosten, die sich auf rund 4,8 Millionen Euro belaufen hätten. Davon hätte das Land rund drei Millionen und der Landkreis weitere rund 1,4 Millionen Euro übernommen. Bislang fänden zudem rund 1.500 Geburten pro Jahr statt.
Lobende Worte fand der Geschäftsführer für das Planungsteam, welches zunächst die Um- und Ausbauten während des laufenden Betriebs geplant hatte. Durch eine Umplanung des Bauablaufs konnte dieser um ein Jahr verkürzt werden.
Auch Oberbürgermeister Bernd Häusler gratulierte in seinem Grußwort dem Planungsteam für die sichtlich gelungene Leistung. "Das ist gut investiertes Geld", stellte das Stadtoberhaupt fest und hob die besondere Bedeutung des Umbaus für das Personal hervor, welches nun auch auf Arbeitserleichterungen hoffen darf.

Tolles Team

Darauf sollte später die Leitende Hebamme Bärbel Weinert eingehen: "Durch den Umbau haben wir eine vernünftige Infrastruktur und verkürzte Wege." Vor allem zeigte sie sich stolz auf ihr Team, dem gerade während der Umbauphase viel abverlangt worden sei. "Das Arbeiten unter diesen schwierigen Bedingungen hat gezeigt, wie toll unser Team ist", lobte sie.
Der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Wolfram Lucke hielt eine außerordentliche Rede, denn er zeichnete eine Zeitreise der Geburten beginnend bei den Urvölkern um 8000 vor Christus bis in die heutige Zeit, erläuterte den Werdegang und das gesellschaftliche Ansehen von Schwangeren, Hebammen und Ärzten. Dabei zeigte er aus heutiger Sicht manch Kurioses auf. "Heute haben wir wieder Wassergeburten, die schon im alten Ägypten beschrieben waren", berichtete er, um dann auf die bauliche Gegebenheit in Singen eingehen zu können. "Wir haben hier die höchste Zertifizierung, den Level-1-Standard und mit 1,1 Hebammen pro 100 Geburten liegen wir etwas über dem Landesdurchschnitt", fuhr er fort.

Segenswünsche

Auch der ärztliche Direktor Frank Hinder lobte als Vertreter der Neonatologischen Abteilung die neuen Räumlichkeiten. Dieser ging davon aus, dass die bisherige Anzahl an "Frühchen" in etwa gleich bleiben werde.
Zuletzt rundete die katholische Klinikseelsorgerin Waltraud Reichle den Festakt mit einem kleinen Impulsvortrag sowie Segenswünschen ab. Dabei zitierte sie sehr passend Reinhard Meys Lied: "Möge das Leben gut zu dir sein".

Autor:

Uwe Johnen aus Singen

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