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"Brave Beth" auf dem Hohentwiel

Beth Ditto
Beth Ditto brauchte eine ganze Weile auf der Karslbastion um selbst in Stimmung zu kommen. swb-Bild: of

Sängerin kann zum Schluss über 2.000 Besucher mitreissen

Singen. Etwas Geduld brauchten die Besucher für das zweite Konzert auf dem Hohentwiel am Montagabend schon. Denn zwar startete die Überraschungs-Vorband "Mira Wunder" ganz pünktlich, denn das Konzert war ja auf 19 Uhr angekündigt. Die Vorgruppe räumte auch nach einer halben Stunde mit einem Achtungserfolg wieder die Bühne, und Beth Dito war dann doch etwas länger im Bad beschäftigt, wie sie sich artig zum Start ihres Auftritts entschuldigte. Ganz fertig war sie aber wohl doch noch nicht geworden, denn gleich nachdem den Medienfotografen die Kameras abgenommen wurden und nun nur noch all die Handyfilmer am Werk waren, war schon mal der erste Kleider- und Frisurenwechsel nötig. Gut fürs Publikum, denn die US-Sängern, die nach einer langen Bandkarriere auf die eigenen musikalischen Füße kommen will, wirkte nun doch etwas entspannter. Auch das Publikum brauchte ein wenig, um hier im Stimmung mit der Sängerin zu kommen. Beth entdeckte ein müdes Mädel im Publikum und bracht ihr brav eine Cola von der Bühne.

Weniger brav war es von ihr, schon nach einer guten Stunde "Gute Nacht" dem Publikum zu sagen. Doch das wusste, dass dies nur ein Trick war. Denn Dito hatte noch nicht mal ihre Band vorgestellt - und ihren bislang größten Hit noch nicht gespielt. Den gab dann mit einem Nachschlag ganz am Schluss zu "Wind of Change" bei dem das Publikum dann doch zeigte, dass es eigentlich mitsingen kann.

Auf der Bühne gab es doch eher Programm nach Vorlage und ein paar Nettigkeiten zwischen den Songs zum Thema Schwitzen, denn das tat Beth Ditto warhaft. Die "Live-Momente", bei denen passiert, was man nicht schon aus der Konserve kennt, beschränkten sich auf wenige Sekunden. 

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Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler