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Liebe Leserinnen und Leser,

wir mögen Perspektivenwechsel, weil sie uns Menschen erlauben, die Position des anderen einzunehmen, die Welt aus anderen Augen zu betrachten und manchmal ahnen wir so auch, wie es unserem Gegenüber denn so geht. Das ist gerade in diesen Zeiten aus unserer Sicht besonders wichtig.

Und so hat Ute Mucha für diese Ausgabe nicht nur auf dieser Seite hier die Gastwirtinnen und Gastwirte gefragt, wie es ihnen jetzt, nachdem sie im Landkreis Konstanz öffnen dürfen, geht, sondern wir haben auch den Bundestagsabgeordneten unserer Region, Andreas Jung, zur Lage befragt, nicht nur zur großen Lage, sondern auch zu seiner ganz persönlichen.

Herausgekommen ist ein Interview (Seite 11), das Sie in zwei Teilen diese und nächste Woche lesen werden. Wir haben versucht, die Wahrnehmung vor Ort mit der Politik in und aus Berlin zu verbinden. Und wir haben dabei auch eines wahrgenommen: Nicht nur Selbständige, Unternehmerinnen und Unternehmer, Ärzte, Pflegekräfte und Menschen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten mussten oder fürchten oder ihn gar verloren haben, hatten richtig Stress in den letzten 14 Monaten, sondern auch Politikerinnen und Politiker. Das ist dann auch der Grund, warum wir das Interview zweiteilen mussten: Für den zweiten Teil des Interviews, das wir per Mail geführt haben, reichte angesichts dessen, was im politischen Berlin angesichts des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Thema Klimaschutz gerade passiert, Andreas Jung die Zeit nicht mehr. Wir haben Verständnis.

Und wir haben nicht nur Verständnis, sondern gelangen immer mehr zur Auffassung, dass wir, wenn es um wichtige Fragen und Antworten geht, oft viel zu schnell unterwegs sind. Es macht wenig Sinn, zu glauben, dass man die Lösung für ein Problem schon gefunden hat und diese Lösung dann in Zement gießt, bevor man das Problem überhaupt richtig verstanden hat. Und so nehmen wir uns Zeit und werden in ein paar Punkten nochmals nachfassen. Denn Verständnis zu haben, heißt noch lange nicht, nicht mehr kritisch zu sein oder gar als Zeitung substanzlos zu werden.

Die Zufahrt in diese wunderschöne Region, in der wir leben dürfen, könnte jetzt ein Beispiel für Innovation im Einklang mit der Natur werden: Über der A 81 ist ein Solardach geplant. Das scheint so spannend wie schlau: Die Fläche ist mit der Autobahn sowieso schon versiegelt und das Ländle bekommt ein Imageprojekt. Dominique Hahn hat sich auf Seite 7 des Themas angenommen und wir hoffen auf professionelle, kosteneffiziente und kostentransparente Planung und Durchführung. Das wäre dem Image des Ländles ebenfalls dienlich.

Die Gastronomie öffnet vorsichtig, weil viele der Lage noch nicht so ganz trauen und auch der Einzelhandel vergrößert seine Präsenzzeiten Stück für Stück und ebenso vorsichtig. Wir freuen uns, dass auch die Grenzen wieder offen sind: Die Alpen locken und gleichzeitig können Handel und Gastronomie wieder hoffen, die in unserer Region ja auch deshalb so vielgestaltig und ambitioniert sein können, weil Schweizerinnen und Schweizer hier gerne einkaufen und genießen. Wir tragen hier unseren Anteil bei, weil wir am Wochenende noch mit unserer Mediaberaterin Rossella Celano und unserem Schweizer Partner Schaffhauser Bock eine einfache, schnelle und preisgünstige Werbemöglichkeit für den Handel geschaffen haben, mit der der Handel den ganzen Kanton Schaffhausen erreicht.

Uns bleibt, Ihnen schöne Pfingsten zu wünschen, viel Spaß und Genuss und dass wir alle schätzen können, was jetzt gerade möglich ist. Vielleicht schaffen wir es alle zusammen ja, dass das von Dauer ist.

Hoffnungsvoll

Carmen Frese-Kroll, Verlegerin
Anatol Hennig, Herausgeber

Wochenblatt @: Singener Wochenblatt


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