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Storz investiert für ein gutes Miteinander

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STorz Kiesabbbau Welschingen
Susanne Gräfin Kesselstatt unterstreicht den Willen ihres Unternehmens zu guter Nachbarschaft in Welschingen. swb-Bild: STORZ / Mahrholdt

TA Engen auf Informationsbesuch bei Storz-Asphaltmischanlage in Welschingen.

Welschingen. Auf Informationsbesuch waren die Mitglieder des Technischen Ausschusses im Engener Gemeinderat bei der Storz-Asphaltmischanlage in Welschingen.
Die KommunalpolitikerInnen konnten sich vor Ort von umfangreichen Verbesserungsmaßnahmen bei der Lagerung von Ausbauasphalt und bei der Minderung produktionsbedingter Emissionen überzeugen, denn immer wieder komme es zu Beschwerden über Geruchsbelästigungen durch die Anlage. Bürgermeister Johannes Moser lobte neben diesen Umgestaltungen und Einbauten den funktionierenden Dialog mit dem Unternehmen. Susanne Gräfin Kesselstadt, geschäftsführende Gesellschafterin von Storz, unterstrich das Interesse der Firma an guter Nachbarschaft in Welschingen.
Zwei Jahre nach ihrer letzten Besprechung mit der Storz-Geschäftsführung zeigten sich die Mitglieder des TA insbesondere von der gewünschten Verlegung der Lagerbereiche für Ausbauasphalt beeindruckt. Das Recyclingmaterial wird nunmehr in einem von Gemeindeseite aus uneinsehbaren Bereich im Osten des Werks gesammelt. Projektleiter Bertram Lelanz, unter dessen Federführung die Maßnahmen verwirklicht wurden, erläuterte den Gästen die Einzelheiten. Die ausgebauten Materialien würden streng nach Art und Herkunft getrennt gelagert, um im Sinne der Kreislaufwirtschaft nach und nach wieder bei neuen Straßenbaumaßnahmen Verwendung zu finden. Der aus Deck-, Binder- und Tragschichten stammende Asphalt sei inert und völlig geruchlos. Emissionen würden von ihm nicht ausgeben. Die Lagerbereiche verfügten über eine mit Asphalt befestigte Fläche und eigene Entwässerungen.
Storz gehöre in Baden-Württemberg zu den Pionieren bei der Verwendung von Ausbauasphalt, erläuterte Lelanz. Der Einsatz von Recyclingmaterial sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll und vom baden-württembergischen Verkehrsministerium ausdrücklich gefordert. Ziel sei es, unter Gewährleistung höchster Einbauqualität im Verkehrswegebau Primärrohstoffe wie Sande, Splitte und Bitumen möglichst zu schonen.
Der frühere Lagerbereich im Westen des Werkes bietet heute Kurzzeitparkplätze für LKW vor ihrer Beladung. Er wurde mit einem begrünten Erdwall versehen und ist von außen nicht mehr einsehbar. Für diese Umgestaltung bedankte sich Bürgermeister Moser ausdrücklich. Damit sei Storz den Wünschen der Stadt entgegengekommen. Moser: „Man kann nicht sagen: Die Firma tut nichts. Das stimmt nicht!“
Weiteres Thema war die im vergangenen Jahr einbaute Anlage zur Geruchsneutralisation bei der Asphaltverladung. Lelanz stellte diese neuartige und innovative Installation im Einzelnen vor. Es arbeiteten bislang in Deutschland nur ganz wenige solcher Anlagen, sagte er. In der Geruchsminderungstechnik gebe es noch keine trivialen Lösungen, erklärte Lelanz.
Von der Asphaltproduktion selbst gingen keine Emissionen aus, weil die Mischanlagen gekapselt und mit einer Entstaubungsanlage gekoppelt seien. Die bei der Verladung der Gemische auftretenden Emissionen bekämpfe man mit der neuen Geruchsneutralisationsanlage. Die in Welschingen eingebaute und seit 2019 betriebene Vernebelungsanlage erfülle die Erwartungen. Sowohl bei der Verladung des Mischgutes auf LKW als auch permanent im Abluftkamin werde ein auf Enzymbasis wirksamer Geruchsvernichter der Luft zugeführt. Er entferne innerhalb weniger Sekunden Gerüche. Dies bestätigten auch die direkt am Verladeprozess beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinderat Armin Höfler regte darüber hinaus an, die beim Schüttvorgang möglicherweise entstehenden Dämpfe durch die Abdichtung des Schüttturms zu beseitigen und damit mögliche Geruchsbelästigung für die Welschinger Bürger zu vermeiden. Dies zu beheben wurde von Seiten des Unternehmens zugesichert.
Von der Wirkungsweise und der Wirksamkeit der Anlage konnten sich die Gemeinderäte bei einer praktischen Demonstration überzeugen. Das die Verladeklappen am unteren Ende des Silos ringförmig umgebende Düsensystem erzeugte einen Sprühnebel, welcher etwaige Emissionen neutralisiert hätte. Das System sei bei jedem Verladevorgang in Betrieb, erläuterte Lelanz.
Bürgermeister Moser zollte dem Unternehmen Anerkennung, weil es sich bei dem Einbau der Geruchsneutralisationsanlage um eine kostspielige und freiwillige Maßnahme handelte.
 Die Asphaltmischanlage in Welschingen sei auf dem neuesten Stand der Technik und durch die neue Geruchsneutralisationsanlage beispielhaft: „Inzwischen kommen sogar andere Unternehmen zu uns und schauen sich diese Anlage an.“

 


Wochenblatt @: Ute Mucha

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