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Vorerst freie Fahrt

Konstanzer Brücke
Feierliche Eröffnung der Konstanzer Brücke. swb-Bild: dh

Sanierung der Konstanzer Brücke ist abgeschlossen

Radolfzell. Es war ein Thema, das in so mancher Gemeinderats- und Ausschusssitzung für Verdruss gesorgt hatte: Die Sanierung der Konstanzer Brücke. Das Problem war die Führung des Radfahrverkehrs. Viele Varianten mussten diskutiert werden, manch eine musste verworfen werden, weil sie nicht den Vorschriften des Straßenverkehrsrecht entsprach, doch nun konnte die Sanierung abgeschlossen werden und die Brücke ist seit Freitagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben.

Im Rahmen eines kleinen Festakts wurde die Brücke nach insgesamt fünfmonatiger Sperrung eröffnet. Fast dreißig Jahre ist die letzte Sanierung der Brücke her, deshalb mussten nun die Übergangskonstruktionen ausgetauscht werden. Die Brücke erhielt gleichzeitig einen neuen Belag und  es wurden auf beiden Seiten der Fahrbahn Gehwege und Radfahrstreifen angelegt. Die Radfahrstreifen haben eine Breite von 2,10 Metern und sind nicht nur durch eine breite durchgezogene Linie, sondern auch mit baulichen Elementen von den Fahrspuren der PKW getrennt. Für Oberbürgermeister Martin Staab ist das „die optimale Lösung nach dem, was nach den Straßenbaurichtlinien zulässig ist“, erklärte er bei der Eröffnung der Brücke am Freitagnachmittag.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen lagen bei 930.000 Euro. Wobei die Stadt 130.000 Euro an Fördergeldern von Seiten des Landes bekommt. Bei der Sanierung der Brücke handelt es sich gleichzeitig um den dritten Bauabschnitt der Konstanzer Straße.  „Insgesamt werden über fünf Millionen in die Sanierung der Konstanzer Straße investiert“, so Staab.

Lob für Umsetzung

Lob für die Sanierung gab es nicht nur von einigen Fahrradfahrern, die während der Eröffnung schon die Brücke passierten, sondern auch von Hanspeter Bürgel, dem Vorsitzenden der Radolfzeller Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Fahrrad-Clubs (adfc). „Die Radfahrer können mit dieser Lösung sehr zufrieden sein, und ich glaube, dass mit der jetzigen Gestaltung der Radfahrstreifen auch die Angst und Beklemmung der Radfahrer an dieser Stelle Geschichte ist“, betonte er. Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt, Constanze Werdermann gefällt die frisch sanierte Brücke. „Es ist immer wunderbar, wenn Barrieren abgebaut werden“, betonte sie. Auch Die Vorsitzende des Seniorenrats, Paula Bickel zeigte sich zufrieden mit der neuen Gestaltung der Brücke.

Wie es jetzt weiter geht

Ab September soll der Kreisverkehr an der Neurohr-Brücke saniert werden. Hier wird der sogenannte Schwarzbelag, der enorme Unebenheiten aufweist durch eine widerstandsfähigere Betondecke ersetzt. Dafür muss die Stelle allerdings nochmals für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Fußgänger und Fahrradfahrer können weiterhin passieren. Aktuell laufen zudem die Planungen für das restliche Straßenstück zur Polizei. Dort soll der Behelfskreisel wieder einer normalen Kreuzung weichen, während an der Kreuzung Konstanzer Straße-/ Güttinger Straße ein neuer Kreisel entstehen soll. Zudem wird der Bereich bis zur Martinstraße neu asphaltiert.

Wochenblatt @: Dominique Hahn