Übernahme nach 19 Jahren von Uwe Lörcher
Anna-Lena Matt und Carolin Böttcher leiten künftig das Pflegezentrum Hegau
- Helmut Matt, Inhaber und Geschäftsführer des Pflegezentrums (von links), die neuen Leiterinnen Anna-Lena Matt und Carolin Böttcher sowie der scheidende Heimleiter Uwe Lörcher bei dessen Verabschiedung.
- Foto: Eron Metolli
- hochgeladen von Philipp Findling
Singen. Erstmals seit seinem Bestehen wechselt das Pflegezentrum Hegau (PZH) in Singen seine Heimleitung. Uwe Lörcher übergibt somit nach 19 Jahren seine Aufgaben an seine Nachfolgerinnen Anna-Lena Matt und Carolin Böttcher. Zu diesem Anlass lud das PZH am 29. Mai unter anderem Vertreter der Bürgerschaft und beider Kirchen sowie Interessierte zu einer Feier in ihre Räumlichkeiten ein.
Helmut Matt, Inhaber und Geschäftsführer des Pflegezentrums, würdigte zu Beginn der Veranstaltung die lange Zusammenarbeit mit Lörcher. Seit seiner Beschäftigung im Jahr 2007 habe Lörcher 1.200 Heimaufnahmen bearbeitet und die Hausphilosophie entscheidend mitgeprägt. Neben der respektvollen und würdigen Behandlung der Bewohnerinnen und Bewohner gehöre dazu auch ein positives Arbeitsklima. So berichtet Matt, unterstützt durch einschlägiges Bildmaterial, von unzähligen kleineren und größeren Personalaktionen in denen das Team beispielsweise zusammen Sport trieb oder das Theater besuchte. Auch an der Fastnacht, die Lörcher zu Beginn nicht ganz geheuer gewesen sei, beteiligte er sich Jahr für Jahr mit ausgefallenen Kostümen.
Lörcher sprach von tiefer Dankbarkeit, die er verspüre, Teil des PZH gewesen sein zu dürfen. Es sei über die Jahre ein verschworener Haufen entstanden, der seine Aufgaben stets als Herzensangelegenheit begriffen habe. Dies solle aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pflege ein schwieriger Arbeitsbereich sei: Der Kampf um gutes Personal, die immer wieder wechselten Gesetzte und Vorgaben, den sich immer weiter auftürmenden Berg an Bürokratie, die sich wandelnden Ansprüche der Angehörigen und Bewohnern und die massive Teuerung der Pflegekosten insgesamt, um mal nur ein paar zu nennen.
Die neue Tandemspitze betonte in diesem Zusammenhang, dass eine gute Pflege weit mehr ist, als nur die Einhaltung der Standards: Eine individuelle Herangehensweise an die Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohner sei ausschlaggebend dafür, dass sich diese verstanden und wohl fühlten. Zudem erklärten sie, dass ausländischer Mitarbeitende in der Einrichtung eine Bereicherung für das Haus seien, eine schnelle Integration dieser stehe weiterhin im Mittelpunkt.
Zum Abschluss konnten sich Lörcher sowie Böttcher und Anna-Lena Matt über einige Geschenke des Teams freuen. Ganz verschwindet Lörcher jedoch nicht aus der Pflegeeinrichtung. Er bleibt dem Team noch einige Zeit als Berater erhalten und wird sicher auch zum 20-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr in der Einrichtung anzutreffen sein.
von Eron Metolli
Autor:Redaktion aus Singen |